Lieblingsbogenliteratur

Hier könnt ihr Fragen loswerden welche ihr keiner spezifischen Kathegorie zuordnen könnt
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mbf
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Re: Lieblingsbogenliteratur

Beitrag von mbf » 25. Okt 2018, 15:53

"Toxophilus" von Roger Asham, geschrieben immerhin 1544. Eine der ältesten Schießanleitungen, die bekannt sind.
Habe die Übersetzung von Wiethase vorliegen, aus der ich immer mal wieder gerne zitiere. Ich mag das Kapitel mit den Schießfehlern...
"Wieder andere bewegen in einem fort ihre Hand auf und ab, dass keiner weiß wohin er schießen will..."
"Und ein anderer veranstaltet einen derartigen Kampf mit seiner Ausrüstung, als würde er nie im Leben zu einem Schuss kommen"
"Manchen richten ihren Pfeil zum Boden, und ziehen ihn dann nach oben. Ein anderer deutet nach oben in den Himmel und bringt ihn dann nach unten."
"Ein anderer wirft seinen Arm nach dem Abschuss zurück und ein anderer schwingt seinen Bogen um sich herum, wie ein Mann mit einem Pfeil, der sich auf einem Tournierplatz Raum verschaffen will."
"Ein anderer kauert sich nieder und streckt seinen Hintern hinaus, als wollte er nach Krähen schießen"
Aber auch andere Sätze haben ihre allgemeine Gültigkeit:
"Welche Nachteile durch das Fehlen an Wissen beim Schießen erwachsen, wäre allzu mühsam. Viele, die dafür begabt waren und das Schießen schätzten, haben sich, weil sie nicht wussten, welchen Weg sie einschlagen sollten, um zum Schießen zu gelagne, gänzlich vom Schießen abgewandt."
"Wie ein Kind in seiner Jugend mit Begabung gesegnet ist, wird ein Mann, wenn er die ersten schwachen Bogen auszieht, die weit unter seinem Zuggewicht liegen, geschmeidig und empfänglich wie ein Kind sein, um Schießen zu lernen: und durch den täglichen Umgang damit wird er sowohl immer besser schießen, als auch am Ende zu starkem Schießen gelangen."
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