Recurveschützen für Studie gesucht

Hier könnt ihr Fragen loswerden welche ihr keiner spezifischen Kathegorie zuordnen könnt
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ullr
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Re: Recurveschützen für Studie gesucht

Beitrag von ullr » 22. Mär 2019, 07:51

b_der_k_te hat geschrieben:
19. Mär 2019, 08:26
Hallo Kitty,
Die Studie geht nur mehr dieses Monat. Konkret muß am 31.3. der Abstract abgegeben werden. Für den muß auch die Auswertung vorliegen. Von daher bringt es nichts jetzt Serien von Durchgänge anzufangen. Super wäre es wenn jemand Aufzeichnungen vom letzten Sommer zur Verfügung stellt.
Hallo Bernd, bei euch in Österreich bewegt sich ja wenigstens was in dieser Richtung. Die Bogenschützenverbände müßten schon lange ihren Trainern Mittel in die Hand geben, Schützen die Hochleistung bringen wollen, vernünftig zu betreuen. Und dazu gehört, aus der Leistungsgeschichte des Einzelnen eine Perspektive abzuleiten die über einen längeren Zeitraum Fixpunkte setzt, die der Schütze_In erreichen muß unter Berücksichtigung, ob er die auch nach objektiven Kriterien erreichen kann und wie hoch der Trainingsaufwand dazu sein muß. Heute geht das über rechnergestützte Modelle recht einfach, nur sie müßten offen und für jeden anwendbar sein. Nichts dazu gibt es im Deutschen Schützenbund, von anderen Verbänden ganz zu schweigen. Noch nicht mal Hinweise, wie man so etwas machen kann. Ich bin mir absolut sicher, dass Excel Wertepaare als e-Funktionen fitten kann, (Beispiel) diese Programme dürften auch ziemlich einfach sein, weshalb stellen die Verbände sie nicht zur Verfügung?
Gruß, schönes Wochenende und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
PS: Ich habe gehört (ich war lange nicht mehr in Österreich) dass es bei euch Schnellstraßen gibt, auf denen die Geschwindigkeit von Autos mit Verbrennungsmotor beschränkt wird, aber Autos mit Elektroantrieb frei fahren können... :D :D :D
Stimmt das?
Zuletzt geändert von b_der_k_te am 22. Mär 2019, 08:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat-BBCode abgeändert da es über den gesamten Beitrag verhängt war.
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b_der_k_te
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Re: Recurveschützen für Studie gesucht

Beitrag von b_der_k_te » 22. Mär 2019, 12:34

Hallo Christian,
Ich würde das für Österreich nun nicht so euphorisch sehen. Hier ist das Gras auch nicht grüner als anderswo. :D
Diese Studie auf jeden Fall, und wahrscheinlich auch die Machbarkeitsstudie die ich hier an anderer Stelle vorgestellt habe, sind auf persönliche Intitiative einzelner Personen zurück zu führen. Manche haben das Glück im näheren Umkreis einer akademischen Lehranstalt oder des Verbandes zu stehen. Andere so wie wir hier, können unsere "Untersuchungen" lediglich im Forum austauschen.
Als österreichischer Bogenschütze fällt es mir schwer den Verband (glücklicherweise haben wir nur einen) diesbezüglich in die Plicht zu nehmen. Die Akteure machen das nicht hauptberuflich sondern ehrenamtlich, wenn dann gibt es nur eine Aufwandsentschädigung. Es sind ihrer zu wenige als das man sich fokusiert auf Studien oder Sonstiges stürzen kann. Es gibt auch keinen "Auftrag" von weiter Oben (Bundessportorganisation, Ministerium) in dieser Richtung zu agieren.
Von daher kann man nur das nehmen was kommt - oder selber machen. (Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.)

In diesem vorhandenen Rahmen werden die Leistungsschützen des Landes meiner Ansicht nach ganz ordentlich betreut. Zumindest was die Trainingsunterstützung betrifft. Mit manchen Dingen mag ich persönlich nicht ganz einverstanden sein, doch die meine ist eine einzelne Meinung unter Vielen.
Ich weiß nicht genau wie das in Deutschland ist. Habe im Jugendbereich nur gehört das es da ab und zu "Sichtungen" gibt bei denen entdeckte Talente dann zu Kadertrainings eingeladen/aufgenommen werden.
In Österreich läuft es da nicht viel anders. Fällt man mit ausreichend guten Leistungen auf wird man zu den Kadertrainings eingeladen. Darüber hinaus gibt es für die Disziplinen festgelegte "Kaderlimits" in Form von Scores. Die Schütz*innen sind dazu angehalten diese Limits zumindest dreimal pro Jahr/Saison bei Sternturniere zu erreichen. Von dieser offiziellen Seite her ist es also eine Einteilung nach den zumindest drei besten Turnierergebnissen für ein Jahr. Diese Tagesleistungen sind zwar kaum eine repräsentative Basis für die Bewertung, aber eben die Vorhandene für die Einteilung einer Schütz*in. Innerhalb dieses Kaderteams werden natürlich auch Trainingsergebnisse heran gezogen. Allerdings - soweit ich das mitbekomme - wird nur auf die Schußanzahl (als Anzeige für die Trainingsbereitschaft) und dem durchschnittlichen Pfeilscore auf 70m geachtet.
An Hand dessen ist es leider extrem schwierig eine Leistungsentwickung beobachten zu können. Im Allgemeinen (international) ist man sich uneinig wie und vor allem ab wann eine Veränderung in der Leistung bei Bogenschützen als solche überhaupt erkennbar ist, da natürliche Schwankungen eine Analyse per Hausverstand erschweren. Dazu gehört eine statistische Aufarbeitung, von der ich keine Kenntnis habe ob diese in Österreich angewendet wird.
Von dieser Studie hier erhoffe ich mir - als Nebenprodukt weil die Statistik ein zwingend erforderliches Werkzeug für die Studie ist - das vorgezeigt wird wie eine mögliche Aufarbeitung bewerkstelligt werden kann.
Ich selbst habe die Teilnahme an der Studie zum Anlass genommen meine Trainingsergebnisse aufzuzeichnen. Mit Rücksprache eines Freundes der beruflich in der Marktforschung tätig war und entsprechende Statistikkenntnisse hat, werte ich meine Aufzeichnung aus. Habe also eine eigene Methode aufgebaut. Ich kann sie laufend beobachten weil ich nicht nur die 70m heranziehe sondern über die Arbeiten von James Park mir ein Leistungsniveau (Archers Skill Level) errechne, wodurch auch die Scores in der Halle mit allen anderen Distanzen 1:1 vergleichbar werden.
Darüber hinaus sehe ich meine üblichen Leistungsschwankungen und kann erkennen ob sie eine statistisch signifikante Grenze überschreiten, sprich ob ich nur zufällig schlecht/gut war oder sich meine Leistung "signifikant" verändert hat.
Für mich als Schützen bringt das gar nichts - das muß man ehrlich und offen sagen - außer vielleicht eine gesunde Motivation. Für ein Trainerteam könnte ich mir schon vorstellen das dies eine wichtige Informationsquelle sein kann. Was ich so von der Trainerarbeit mitbekomme, kämpfen diese aber an anderen Fronten. Sie schauen doch lieber praxisnah das die Schützen eine saubere Schußtechnik entwickeln und im Wettkampf nicht die Nerven wegschmeissen. Sie haben keinen Kopf für diese statistischen Betrachtungen.

Mit Deiner Wachstumsprognose Christian, kann ich durch den Umstand der oben beschriebenen Leistungseinteilung der Schützen in Österreich leider auch nicht viel anfangen. Die Kadertrainer bekommen Schütz*innen unter ihre Trainerobhut wenn diese bereits ein gewisses Niveau erreicht haben. Ab da funktioniert Deine Perspektivenableitung nicht mehr, die Schütz*innen schießen dann oft schon seit ein paar Jahren.
Natürlich werden auch die ganz jungen betreut, aber nicht so das von Jeder und Jedem die Scores vom Anbeginn an aufgeschrieben und über die Jahre beobachtet wird. Zuviele hören nach wenigen Jahren wieder ganz mit dem Bogensport auf.

Danke, ich hoffe auch das es ein schönes Wochenende wird :D - denn morgen am Samstag beginnt die österr. Staatsmeisterschaft Halle.

PS: Auch Autos mit Elektroantrieb unterliegen den grundsätzlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen, dürfen also nicht "frei" fahren. Auf Autobahnen (130; auf Teststrecken nun 140km/h) sind diese Autos praktisch durchgängig die "Schleicher" auf der rechten Spur, weil sonst die Reichweite den Bach runter geht.
Es gibt dann noch Abschnitte auf Straßen außerhalb des Ortsgebiets auf denen beispielsweise üblich Tempo 100 vorgeschrieben (vorgeschrieben? ich weiß die 100 schaft man doch locker :mrgreen: ) sind, die aber auf Grund des Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) nochmal runter auf 80 oder 50km/h gesetzt werden. Da gab es Gerichtsfälle weil Lenker von reinen Elektrofahrzeugen gemeint hätten auf sie träfe das Gesetz nicht zu weil sie im Betrieb ja keine Abgase erzeugen...
Mir ist aber nicht bekannt das dies durchgegangen wäre. Elektroautos haben hier steuerliche Vergünstigungen, neuerlich Vorteile beim Parken und es war/ist im Gespräch Busspuren für sie zu öffnen.

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ullr
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Re: Recurveschützen für Studie gesucht

Beitrag von ullr » 22. Mär 2019, 14:46

Hallo Bernd, Danke für Deinen ausführlichen Beitrag.
Dankeschön!
Gruß
Christian
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