Belastungsgrenze Wurfarme

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bettwurst
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Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von bettwurst » 9. Jan 2021, 21:35

Guten Abend,

meine Wurfarme haben ein ausgewiesenes Zuggewicht von #32 (standardmäßig bei 28" Auszug). Mit meiner Auszugslänge von etwas über 30,5" komme ich auf ein Zuggewicht von nunmehr #38.

Da ich als "Anfänger" (1,5 Jahre) keine Ahnung habe, habe ich mal bei OK-Archery (Wurfarme "Scorpio") nachgefragt, wie hoch eigentlich die Belastungsgrenze bis zum Bruch der Wurfarme ist, da ich die Tillerschrauben noch ordentlich einschrauben und damit das Zuggewicht erhöhen könnte. Das habe ich zwar erstmal nicht vor, aber vllt irgendwann mal. Bei der Gelegenheit habe ich auch nach einem Auszugsdiagramm, wenigstens näherungsweise, gefragt.

Die Antwort war zwar ehrlich, aber irgendwie ernüchternd...
Zitat:
"Hallo,
vielen Dank für deine Anfrage ! Ganz ehrlich ?
Mit diesem Thema haben wir uns noch nie beschäftigt ! Leider bleibt da nur Versuch und Irrtum was auch den Bruch bzw die Delamination der WA zur Folge haben kann."

Ich mag ja lieber ehrliche Antworten statt ein "Gesülze", welches höchstens dem Antwortgeber sein schlechtes Gewissen nimmt. Aber das ist doch nicht zufriedenstellend?? Oder wäre das eine übliche Antwort von sämtlichen Herstellern? (Das sind meine ersten eigenen WA, vorher geliehen)

Gibt es Erfahrungswerte, wie weit man mit der Zuggewichtserhöhung gehen kann? Bis wieviel # oder % mehr als ausgewiesen kann man gehen?
Frag drei Leute und du bekommst vier Meinungen...
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6pack
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Re: Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von 6pack » 9. Jan 2021, 23:55

Du fragst nach Erfahrungen? Ich würde ich wundern wenn jemanden hier die Wurfarme gebrochen wären, weil die Tillerschrauben auf Anschlag eingeschraubt worden sind. Ein kürzeres Mittelteil belastet die Wurfarme weit mehr und das halten die auch aus.

HIER findest du einen "Test" der deine Frage eventuell beantwortet ;)

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Re: Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von Babyraw » 10. Jan 2021, 13:23

Mit tillern bekommt man die Wurfarme nicht kaputt.
Habe an einem Gillo GT meine alten 26#68 Wurfarme ( SF ohne carbon) mal hoch geschraubt auf 35+/-lbs um meine Hallen Pfeile zu schießen.
Es funktioniert super, absolut kein Problem, auch was die gruppierungen angeht werfen die arme sehr präzise. Und sind sogar sehr weich im voll Auszug. Das war eine Überraschung. Bin blank schütze mit einem 8,6 schnitt.

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bettwurst
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Re: Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von bettwurst » 10. Jan 2021, 14:29

:--) Der Peter Lustig unter den Bogenschützen. Sehr symphatisch.

Und damit hast du mir all meine Bedenken genommen. So schnell werd ich nicht an die 45" Auszugslänge kommen :lol:
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Re: Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von b_der_k_te » 11. Jan 2021, 02:00

Wenn sich die Tillerschrauben bzw. deren Köpfe sich nicht an die Wurfarme anpassen oder wie beim Gillo GT die ganze WA-Tasche mitdreht, dann könnte es noch zu einem anderen Versagen führen.
Im alten Forum wurde das mal besprochen. Es gab Berichte von abgerissenen Tillerschrauben-Köpfen. Die Theorie war, wenn die Schrauben (mit festem Schraubenkopf) so weit hineingeschraubt sind das die Wurfarme nicht mehr nahe der Mitte der Schraube sondern nur mehr am Rand des Schraubenkopfes aufliegt, dann hebelt der Wurfarm den Kopf vom Bolzen ab. Abgesehen davon das sich die Kante des Schraubenkopfes böse in den Lack des Wurfarms hinein beißt.

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mbf
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Re: Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von mbf » 11. Jan 2021, 15:10

6pack hat geschrieben:
9. Jan 2021, 23:55
Du fragst nach Erfahrungen? Ich würde ich wundern wenn jemanden hier die Wurfarme gebrochen wären, weil die Tillerschrauben auf Anschlag eingeschraubt worden sind. Ein kürzeres Mittelteil belastet die Wurfarme weit mehr und das halten die auch aus.
Um hier anzusetzen: pro Zoll kürzerem Mittelteil hat man bei gleichem Auszug (und gleichen Wurfarmen, selbstverständlich) auch rund ein lbs mehr auf den Fingern. Mittelteile gibt es problemlos bis 17" runter. Und so gut wie kein Wurfarmhersteller gibt hier eine entsprechende Warnung aus (mir fällt hier nur Boder ein mit exakten Angaben zur Bogenlänge, was aber dem Design der WA geschuldet sein dürfte). Also: wenn ein Wurfarm sowas nicht aushält, hätte er kein Wurfarm werden dürfen.

Man sollte sich nur die Auszugskurven mal anschauen, nicht dass man dann in einen Bereich zu stark zunehmender Federsteife (Stacking) hineingerät, so dass der Wurfarm sich nicht mehr vernünftig ziehen lässt. Aber in aller Regel hat man damit keine Probleme. Trotzdem würde ich es eventuell spaßeshalber mal testen. Aber wenn man ein gutes Gefühl beim Schießen hat, ist man m.E. weit weg von allen Sorgen.
Grüße, Matthias

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Re: Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von 6pack » 11. Jan 2021, 16:51

b_der_k_te hat geschrieben:
11. Jan 2021, 02:00
Wenn sich die Tillerschrauben bzw. deren Köpfe sich nicht an die Wurfarme anpassen oder wie beim Gillo GT die ganze WA-Tasche mitdreht, dann könnte es noch zu einem anderen Versagen führen.
Im alten Forum wurde das mal besprochen. Es gab Berichte von abgerissenen Tillerschrauben-Köpfen. Die Theorie war, wenn die Schrauben (mit festem Schraubenkopf) so weit hineingeschraubt sind das die Wurfarme nicht mehr nahe der Mitte der Schraube sondern nur mehr am Rand des Schraubenkopfes aufliegt, dann hebelt der Wurfarm den Kopf vom Bolzen ab. Abgesehen davon das sich die Kante des Schraubenkopfes böse in den Lack des Wurfarms hinein beißt.
Ich kenne die Berichte und Diskussion im alten Forum nicht (war scheinbar vor einer Zeit als Bogenschütze).
Würde das nicht die Verstellmöglichkeit ad absurdum führen da es ja nur eine Position der Tillerschrauben geben kann bei der die Schraubenköpfe plan auf den Wurfarmen aufliegen?
Sorry für off topic, sollte sich das Thema ausweiten bitte in einen neuen Beitrag verschieben.
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Re: Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von b_der_k_te » 11. Jan 2021, 18:44

6pack hat geschrieben:
11. Jan 2021, 16:51
Würde das nicht die Verstellmöglichkeit ad absurdum führen da es ja nur eine Position der Tillerschrauben geben kann bei der die Schraubenköpfe plan auf den Wurfarmen aufliegen?
Wenn die Schraubenköpfe plan aufliegen, dann entspräche das die maximal hineingedrehte Position die dann möglich wäre. Meistens könnte man die Wurfarmschrauben noch weiter hineindrehen. Richtig, das würde man als Verstellmöglichkeit verlieren.
Weiter heraus drehen kann man die Schrauben immer noch solange es im Rahmen der Empfehlung des jeweiligen Herstellers bleibt. Denn dann liegt der Wurfarm zwar nur mehr auf den beiden Flanken beidseitig des Bolzens auf, doch eben nahe der Bolzenmitte. Die Schraube ist dabei lediglich auf Zug belastet, so wie sie es sowieso ist.

Es ist auch nur eine Empfehlung die Wurfarmschrauben nicht weiter als plan zum Wurfarm hinein zu schrauben. In den meisten Fällen wird der Schraubenkopf keinen Schaden nehmen wenn man diese Empfehlung ignoriert. Doch sollte es einem schon bewußt sein das man damit die Wurfarmschraube um ein Biegemoment mehr belastet als eigentlich notwendig. Deshalb die Erwähnung hier.

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bettwurst
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Re: Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von bettwurst » 11. Jan 2021, 19:54

Die Frage kommt ehrlich gesagt nicht von irgendwoher. Ich habe euch nämlich verheimlicht, dass es bereits das zweite Paar Wurfarme ist, das ich jetzt habe.

Das erste Paar (obere WA) ist mir im Vollauszug um die Ohren geflogen, nach dem dritten vierten Pfeil. Mit #36-Einstellung bei #32-WA. Wird eher wegen schlechter Verarbeitung oder sonstwas passiert sein... Aber so einen Knall möchte ich nicht nochmal so kurz vor meinem Kopf erleben :cry:
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Zuletzt geändert von bettwurst am 11. Jan 2021, 20:01, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Belastungsgrenze Wurfarme

Beitrag von bettwurst » 11. Jan 2021, 19:54

Kann man nur drei Dateien anhängen? Hier jedenfalls noch das vierte...

Das sind meine ersten eigenen WA. Vorher hatte ich immer geliehene (#20, #26 und #28) und nie Probleme.
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