NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Fragen, Themen die das System Bogen incl. Anbauteile betreffen
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ullr
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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von ullr »

b_der_k_te hat geschrieben: 1. Okt 2021, 08:24
ullr hat geschrieben: 1. Okt 2021, 05:01 Ich habe es nicht vollständig verfolgt... Der Griff, sprich die Griffschale, soll elastisch sein?
Nein das hast Du falsch verstanden. Ich habe lediglich die Befürchtung geäußert das es bei jener Konstruktion (falls nicht steif genug ausgeführt) in Kombination mit dem angedachten Material (PU) es zu Elastizitäten im Griff kommen kann.
Das heißt nicht das es so sein wird.

Ziel des jungen Unternehmens ist es (neben den Mittelstücken, Stabis und Korntunnels) rutschfeste Griffe anzubieten.
Danke für die schnelle Benachrichtigung. Mich hat eigentlich das "Fachwerk" stutzig gemacht. Aber weshalb rutschfest? Ein guter, angepasster Griff sitzt von alleine fest in der Hand, wenn der Bogen etwas vorgespannt ist. Und diese Anpassung muss durch den Schützen passieren. Er sollte zusätzlich ein oder zwei relativ scharfe Kanten haben, dass der Schütze/In die Lage der Waffe in der Hand anfangs einfach überprüfen kann. Wenn er häufig trainiert, geht das dann automatisch.
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mark1968
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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von mark1968 »

ullr hat geschrieben: 1. Okt 2021, 09:55 ....Aber weshalb rutschfest? Ein guter, angepasster Griff sitzt von alleine fest in der Hand, wenn der Bogen etwas vorgespannt ist. Und diese Anpassung muss durch den Schützen passieren. Er sollte zusätzlich ein oder zwei relativ scharfe Kanten haben, dass der Schütze/In die Lage der Waffe in der Hand anfangs einfach überprüfen kann. Wenn er häufig trainiert, geht das dann automatisch.
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Sicherlich sollte der Griff (vom Schützen) so gestaltet sein, dass die Hand "fast von selbst" dann in die richtige Position rutscht. Nicht viele "modelieren" sich ihren persönlichen Griff wirklich aus.
Aber gerade in Wiesbaden in der 2ten Qualirunde hat man doch sehr oft durch Reihen gehört, dass es wegen dem Regen echte Probleme hier gab, was das "Wegrutschen" im Griff anging. Und das nicht nur bei den Freizeitschützen, sondern eben auch im Nationalkader. Da finde ich erst einmal von der Idee her, eine Griffschale mit offenporiger Oberfläche zu machen, einen guten Ansatz, damit sich unter der Hand kein Wasser (oder auch Schweiß) einschleichen kann. Ich denke, die jetzt folgenden Tests werden zeigen, wie gut das auch in der Praxis funktioniert und bei den Schützen ankommt.
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mark1968
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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von mark1968 »

Nun gibt es auch genauere Angaben zu der dualen Seitenverstellung der Wurfarme.
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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von b_der_k_te »

Oh, danke sehr.
Auch sehr hübsch: Die (Computergrafiken der) Mittelteile lassen sich über Pfeiltasten, oder noch feinstufiger per Maus, drehen. So kann man sich die MTs von vorne, der Seite und von hinten ansehen.
So kann man sehen das sich Aestus (Formula) und Vega (ILF) doch noch in einigen Punkten bzw. im Detail unterscheiden.
Zum Beispiel in der Größe der Ausschnitte, aber auch der Orientierung des Fachwerks was auch, aber eher nicht nur dem Aufnahmesystem geschuldet ist.
Dadurch sitzen die Gewindebohrungen für die Visierplatte unterschiedlich.
Die Silhouette von Aestus hat mehr Rundungen und mehr Taille wenn man mir diese Begriffe zugesteht. Nicht ganz so schmal wie beim Hoyt RX, doch mir persönlich würde mir etwas breiter (wie beim HPX) besser gefallen.
Auch die Wurfarmtasche ist offener ausgefräßt, nicht nur wegen der Größe.
Beim Vega sind die fließenden Formen meiner Meinung nach leider nicht so elegant ausgeprägt.

Ob es vielleicht mal ein Adapterstück geben wird mit dem man hinten in die WA-Tasche noch eine Stabibuchse gewinnt, welche sogar innerhalb des Langlochs verschiebbar ist (Vega) oder über die Rundung verteilt mehre Buchsen zur Auswahl anbietet (Aestus)?
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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von mbf »

mark1968 hat geschrieben: 25. Sep 2021, 15:18 Der Bolzen dient zur seitlichen Verstellung der Tillerbolzen. Oft sind die Aussparungen am Ende der Wurfarme nicht ganz mittig gefräst und da macht es (in meinen Augen) schon Sinn, diese durch den Bolzen anpassbar zu machen.
Hm. Mal plakativ gesagt: das Mittelteil bekommt eine aufwändige Technik verpasst, weil der WA-Hersteller rumschlampen darf.

Das kanns irgendwie nicht sein, dass derartige und offensichtliche Fehler der WA-Herstellung am Mittelteil kompensiert werden müssen. Bei WA insbesondere der Ober(preis)klasse sollte man erwarten, dass die Nuten mittig angeordnet sind und der WA gerade ist.

Aber ich will nicht nur kritisieren. Das Mittelteil hat eine Reihe von spannenden gestalterischen und technischen Details, sei es die farbliche Konfigurierbarkeit der Schraubenköpfe, die Verwendung von Torx-Schrauben (endlich mal einer!) oder der Formschluss zu den WA.
Grüße, Matthias

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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von ullr »

mbf hat geschrieben: 7. Okt 2021, 06:20
mark1968 hat geschrieben: 25. Sep 2021, 15:18 Der Bolzen dient zur seitlichen Verstellung der Tillerbolzen. Oft sind die Aussparungen am Ende der Wurfarme nicht ganz mittig gefräst und da macht es (in meinen Augen) schon Sinn, diese durch den Bolzen anpassbar zu machen.
Hm. Mal plakativ gesagt: das Mittelteil bekommt eine aufwändige Technik verpasst, weil der WA-Hersteller rumschlampen darf.

Das kanns irgendwie nicht sein, dass derartige und offensichtliche Fehler der WA-Herstellung am Mittelteil kompensiert werden müssen. Bei WA insbesondere der Ober(preis)klasse sollte man erwarten, dass die Nuten mittig angeordnet sind und der WA gerade ist.
...
Das ist sowas von zutreffend...
Ich behaupte mal: Werden Mittelteile und Wurfarme nach Stand der Technik gefertigt, sind solche "Justierungen" überhaupt nicht notwendig. Ich habe übrigens bei Mietbogensystemen, die die Kursteilnehmer am Ende des Kurse mieteten und die ich überprüfte, nie solch einen Fehler bemerkt. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich Händler empfohlen habe.
In meinen Augen ist das eher ein Hinweis dass die Qualitätskontrolle der Hersteller schlampig ist/sein kann.
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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von mark1968 »

ullr hat geschrieben: 7. Okt 2021, 16:13 ....
Ich behaupte mal: Werden Mittelteile und Wurfarme nach Stand der Technik gefertigt, sind solche "Justierungen" überhaupt nicht notwendig. Ich habe übrigens bei Mietbogensystemen, die die Kursteilnehmer am Ende des Kurse mieteten und die ich überprüfte, nie solch ein Fehler bemerkt. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich Händler empfohlen habe.
In meinen Augen ist das eher ein Hinweis dass die Qualitätskontrolle der Hersteller schlampig ist/sein kann.
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Sicherlich sollten solche Toleranzen bei der Fertigung nicht auftauchen. Leider tun sie das aber. Ich habe das schon bei einigen Wurfarmen durch alle Qualitäts- und Preisstufen gesehen. Um so besser finde ich das System von NOVAERY, dem entgegen zu wirken durch eine duale Seitenverstellung.
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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von b_der_k_te »

Gegen diese beiden Seitenverstellungen habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden. Finde es in diesem Fall - weil sie selbst keine Wurfarme herstellen - auch nicht verwerflich MTs anzubieten welche die Produktionsfehler von WAs kompensieren können.
Andererseits überlege ich, wie jemand der den Bogen dann einstellt, das so genau sehen bzw. messen und entscheiden kann bei welcher Einstellung nun sämtliche Komponenten zueinander in einer Flucht stehen. Immerhin ist diese primäre Verstellung stufenlos und die Sekundäre in 0,1mm Schritten einstellbar. * Und da ist hoffentlich auch kein Spiel zwischen WA-Schraube und WA-Ausschnitt oder zwischen Schwalbenschwanz-Nippel und Schwalbenschwanz-Lager vorhanden.

Mark, wie bist Du auf diese Fälle an minderwertig produzierten WAs drauf gekommen?
Wichtig ist doch wohl das die jeweiligen Mitten von der Sehnenkerbe, dem Schwalbenschwanz-Nippel und WA-Ausschnitt auf einer Linie liegen. Das heißt noch nicht das diese Teile auch stets den gleichen Abstand zur rechten oder linken WA-Seite haben müssen.
Ich weiß von Border das sie z.B. von der Verwendung der Beiter-Lehren bei Border-WAs abraten, weil sie die Seiten ihrer WAs händisch am Bandschleifer endbearbeiten und so die geometrische Mitte des fertigen WA nicht unbedingt die eigentliche "Mitte" ist. Ein Ausmessen a la Beiter-Lehren fällt somit flach. Auf die Schnelle fällt mir nur ein Linienlaser ein mit dem man eine schön sichtbare Linie auf den WA projizieren kann. (Da gibt es übrigens die in Koblenz ansässige Firma Picotronic, die solche Laser fertigt.)
Oder ein sauberes, lotrechtes Abfotagrafieren des WA und am Computer in Ruhe ansehen, Hilfslinien einzeichnen und schauen wie die beschriebenen drei Bereiche zueinander stehen. Aber das ist dann auch noch keine auf Zehntel Millimeter genaue Peilung.

* Wenn das ein Paßscheibenpaket von 20 Stück Scheibchen pro Wurfarmtasche mit je 0,1mm Dicke ist um auf die Verstellbarkeit von +/- 1mm zu kommen, dann braucht man schon Uhrmacherqualitäten um keine Scheibe zu verlieren und richtig pro Seite abzuzählen. Hoffentlich ist es die Kombination aus 1x0,5, 2x0,2 und 1x0,1mm Scheiben pro Seite. Raketenwissenschaft halt
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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von ullr »

b_der_k_te hat geschrieben: 8. Okt 2021, 10:58 ...
Oder ein sauberes, lotrechtes Abfotagrafieren des WA und am Computer in Ruhe ansehen, Hilfslinien einzeichnen und schauen wie die beschriebenen drei Bereiche zueinander stehen. Aber das ist dann auch noch keine auf Zehntel Millimeter genaue Peilung.
...
Passt alles, was Du geschrieben hast. ;)
Wenn Du auf 1/10mm Genauigkeit einstellen willst, mußt Du das Gerät auf einen Meßtisch legen. Ich halte diese "Genauigkeit" für angequält im wahrsten Sinne des Wortes. Die Sehne muß nach dem Schuß in der Sehnenkerbe des Wurfarmes liegen. Das reicht.
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Re: NOVAERY: Neue Mittelteile aus Deutschland

Beitrag von mark1968 »

b_der_k_te hat geschrieben: 8. Okt 2021, 10:58 ....Mark, wie bist Du auf diese Fälle an minderwertig produzierten WAs drauf gekommen?
Wichtig ist doch wohl das die jeweiligen Mitten von der Sehnenkerbe, dem Schwalbenschwanz-Nippel und WA-Ausschnitt auf einer Linie liegen. Das heißt noch nicht das diese Teile auch stets den gleichen Abstand zur rechten oder linken WA-Seite haben müssen.....
Das ist mir erstmals in den 80ern schon aufgefallen, als ich einmal den Schwalbenschwanz eines HOYT-Wurfarmpaares wechseln musste. Dabei stellte ich fest, dass die Bohrungen nicht mittig waren (ca. 1mm aus der Mitte raus). Ferner kam es öfters vor, dass die Auskerbungen am Wurfarmende oft so mit Lack versehen waren, dass diese nicht leicht über/in den Wurfarmbolzen rutschen, sondern nachgearbeitet werden musste (damals öfters bei Wurfarmen der Firma NISHIZAWA). Und hier haben einige Schützen schnell auf der einen Seite mehr Lack abgetragen als auf der anderen Seite.
Details zu den Verstellmöglichkeiten und den Mittelteilen an sich, kann man immer gerne am Besten direkt bei Jonas Eßer von NOVAERY erfragen. Informationen aus erster Hand sind immer zielführender als über Dritte. Ich für mich finde es nur gut, dass hier mal wieder ein Mittelteil (bzw. 2) aus dem eigenen Land kommt. 8-)
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