Alu-Pfeile Easton RX7

Fragen, Themen die sich mit dem Pfeil und dem Pfeilflug an sich befassen
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mark1968
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Re: Alu-Pfeile Easton RX7

Beitrag von mark1968 »

ullr hat geschrieben: 18. Nov 2022, 13:29 Das ist eine Werbeaussage. Ich bezweifel, dass da ein wirklicher Vorteil drin steckt.
Versuch einer Erklärung:
Unter "kritische Knicklänge nach Euler" versteht man die Länge des Stabes, die mindestens gebraucht wird, um den Stab elastisch zu knicken (durchzubiegen). Wird sie unterschritten, knickt der Stab nicht mehr, sondern wird zusammengedrückt. Die Masse dieser Schaftlänge und die Spitzenmasse erzeugt bei der Startbeschleunigung die maximale Durchbiegung des Gesamtpfeiles. Wie der Pfeil am Heck aussieht ob konisch oder zylindrisch, hat darauf keinen Einfluss.
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
Ich denke schon, dass es Vorteil ist, wenn ich mit weniger Zuggewicht einen Pfeil schießen kann, der vorne dicker ist und ich dazu nicht die schweren Spitzen einbauen muss, um ihn für das "leichte" Zuggewicht zu tunen. Ich kenne die Berechnungen von Euler nicht und wie sicher alle inzwischen wissen, verstehe ich da nicht wirklich sehr viel von. Aber es spielt doch schon bei der Durchbiegung eine Rolle wie dick ein Rohr ist, oder? Und die Krafteinwirkung auf den Pfeil beginnt doch nicht vorne an der Spitze, sondern hinten an der Nocke durch die Sehne, richtig? Denn DANN wäre da doch der Vorteil, dass der dünnere, hintere Konus auf den geringeren Spine eben passend "einwirkt", ich aber vorne eben das Rohr (den Pfeil) halt dicker machen kann, um evtl. doch den einen oder anderen Ring anzukratzen. :?: :?: :?:
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b_der_k_te
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Re: Alu-Pfeile Easton RX7

Beitrag von b_der_k_te »

Diesen "Konus" verdient es nicht so genannt zu werden.
Ich hatte es damals vermessen. An 22 Positionen entlang von 79,1cm Länge (der Schaft war noch 80,9cm lang) An jeder dieser 22 Stellen 6x gemessen (zuerst 3x gemessen, dann dann den Schaft um ein viertel Umdrehung verdreht und nochmal 3x gemessen.)
Dann war da noch eine Klebefolie drauf die das Design des Pfeils ausmacht. Die wurde natürlich mitgemessen und mußte noch rausgerechnet werden.
Den Durchschnitt berechnet und das kam raus:
RX7 Schaftdurchmesser.png
Ich nenne es nicht Konus sondern Stufe, genau in der Mitte des Schafts.Der Unterschied zwischen vorne und hinten ist marginal.
Die Angaben von Easton wären:
Durchmesser Spitze: 0,3482" = 8,844mm (2214er)
Durchmesser Nock: 0,3450" = 8,763mm (2212er)

gemessen (Durchschnitt) habe ich:
Durchmesser Spitze: 8,825mm
Durchmesser Nock: 8,739mm
Das entspricht einer Reduktion des Durchmessers von 0,97% (eben von 0,086mm)

Aber es freut mich Kitty, das Du diese Schäfte gut auf Deinem Bogen abstimmen konntest. Ullr sieht zwar keinen Vorteil, kann aber auch keinen Nachteil benennen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Kitty
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Re: Alu-Pfeile Easton RX7

Beitrag von Kitty »

Da gibt es die geniale Konstruktion der ACE- und ACC-Easton Pfeile. der X10 ist in meinen Augen eine Fehlkonstruktion (Recurve!) weil er viel zu schwer ist.
Der ACC war auch recht schwer und auch bei steiferen Varianten ziemlich dick. Ich kam mit ihm nie gut zurecht. Mit jedem anderen Pfeil habe ich besser geschossen. Ist aber meine persönliche Meinung/Erfahrung.
Finde es aber trotzdem schade, dass er aus dem Programm genommen wurde. Nun muss man, wenn man Aluminium-Carbon schießen möchte, direkt den ca 30 € teuren ACE-Schaft kaufen. Den ACG gibt es ja auch nicht mehr.

ACE und X10 verfolgen unterschiedliche Philosophien. Der eine radikal auf Gewichtsreduzierung aus, um flach und schnell ins Ziel zu kommen und der andere extran dünn und schwer um auf dem Weg zur Scheibe möglichst wenig durch Wind beeinflusst zu werden.
Ich denke jeder Bogenschütze muss bei Interesse selbst probieren, mit was er besser zurecht kommt, vorausgesetzt mit dem X10 werden die Maximaldistanzen erreicht. Dürfte gerade bei (kleinen) Frauen nicht der Fall sein.
Viele sind meiner Meinung nach der Auffassung, nachdem sie getestet haben, dass sie mit dem X10 bessere Gruppen produzieren als mit dem ACE.
Vielleicht ist das aber auch eine Kopfsache. Im Zweifel treffe ich mit dem Zeug besser, dem ich mehr vertraue.

Der große Nachtteil des X10 ist meiner Meinung nach, dass der Innendurchmesser so gering ist, dass keine Stahlspitze mehr geschossen werden sollte. Beim ACE (und RX7) bekomme ich für 1-3 € eine Spitze. Die Wolframspitzen für extrem dünne Pfeile kosten 12-über 20 €.
Das Problem ist nicht nur beim X10 vorhanden, sondern auch bei anderen Pfeilen anderen Hersteller. Weiß jetzt gerade nicht, wie die heißen.

So wie ich das hier sehe, hat sich außer mir, hier noch niemand gemeldet, der den RX7 tatsächlich schießt. Der lieblose Beitrag von Goldarcher sagt nichts aus. Keine Ahnung, ob er mit dem RX7 Erfahrung hat.

Tillmann Bremer vom Bogenshop.eu hat zu dem RX7 hier etwas veröffentlich.
Bogenschützin mit Leib und Seele, seit nun mehr als 10 Jahren
olympisch Recurve
wettkampfinteressiert
Feldbogen und Scheibenschießen
aktiv im DFBV und DSB, gering aktiv im DBSV

„Bogenschießen ist mein Leben“ - Lisa Unruh
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Kitty
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Re: Alu-Pfeile Easton RX7

Beitrag von Kitty »

Aber es freut mich Kitty, das Du diese Schäfte gut auf Deinem Bogen abstimmen konntest.
Danke. Werde heute Abend wieder meinen Bogen bewegen. :)
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ullr
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Re: Alu-Pfeile Easton RX7

Beitrag von ullr »

b_der_k_te hat geschrieben: 18. Nov 2022, 15:23 Diesen "Konus" verdient es nicht so genannt zu werden.
Ich hatte es damals vermessen. An 22 Positionen entlang von 79,1cm Länge (der Schaft war noch 80,9cm lang) An jeder dieser 22 Stellen 6x gemessen (zuerst 3x gemessen, dann dann den Schaft um ein viertel Umdrehung verdreht und nochmal 3x gemessen.)
...
Mein Gott, Walter...
Das soll ein Konus sein???? Erstmal "Danke!" für diese exakte Vermessung. Das hast Du sicherlich mit eine Labormeßmaschine gemacht...
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
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is the murder of a beautiful theory
by a gang of brutal facts.
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