Pfeilrotation

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RCX-100
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Pfeilrotation

Beitrag von RCX-100 » 25. Sep 2018, 08:47

Hallo zusammen,

letzte Woche hatte zum ersten Mal seit vielen Monaten den Bogen mal wieder in der Hand, dabei fiel mir dann beim Pfeile ziehen wieder eine Sache auf... Wir hatten das im alten Forum schon mal andiskutiert, als es um die Pfeilrotation ging.

Ich schieße gekürzte (28" lang) ACC 3L-04 (750) mit den kurzen Bohning X Vanes 1.75 Shield Cut, 80gr. Spitze mit knapp 35# auf den Fingern. Die Pfeile fliegen mit knapp 60 m/s Vnull. Die Vanes habe ich gerade aufgeklebt, also nicht verdreht. Desweiteren schieße ich die Pfeile in Y-Stellung, wobei ich die Beschriftung (Name mit weißem Lackstift) dann von oben sichtbar in der Y-Mulde zwischen den Vanes stehen habe.

Meine Pfeile stecken ausnahmslos auf 9, 14 und 18 Metern immer genau so in der Scheibe, wie sie den Bogen verlassen haben - immer noch in Y und mit der Beschriftung oben. Leichte Abweichung in der Rotation von 10-15° im Winkel möglich, aber im Prinzip kann ich behaupten: Meine Pfeile drehen sich nicht während des Fluges.

Woher kommt also bei den meisten Pfeilen die Rotation? Kommt es vom Button, der die rechte obere Feder leicht nach links wegdrückt? -> Linksrotation? oder kommt es eher von den schräg aufgeklebten Federn?

Grüße Dietmar

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ullr
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Re: Pfeilrotation

Beitrag von ullr » 25. Sep 2018, 09:25

RCX-100 hat geschrieben:
25. Sep 2018, 08:47
Hallo zusammen,
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Ich schieße gekürzte (28" lang) ACC 3L-04 (750) mit den kurzen Bohning X Vanes 1.75 Shield Cut, 80gr. Spitze mit knapp 35# auf den Fingern. Die Pfeile fliegen mit knapp 60 m/s Vnull. Die Vanes habe ich gerade aufgeklebt, also nicht verdreht. Desweiteren schieße ich die Pfeile in Y-Stellung, wobei ich die Beschriftung (Name mit weißem Lackstift) dann von oben sichtbar in der Y-Mulde zwischen den Vanes stehen habe.

Meine Pfeile stecken ausnahmslos auf 9, 14 und 18 Metern immer genau so in der Scheibe, wie sie den Bogen verlassen haben - immer noch in Y und mit der Beschriftung oben. Leichte Abweichung in der Rotation von 10-15° im Winkel möglich, aber im Prinzip kann ich behaupten: Meine Pfeile drehen sich nicht während des Fluges.
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Grüße Dietmar
Ich denke, da hast Du einen Pfeilsatz erwischt, der richtig gut von der Spine- und Gewichtstoleranz zusammenpasst.
Da würde ich mir da keinen Kopp drum machen. Wenn Du keine Markierungen an Bogen und Pfeilen findest, ist doch alles OK.
Die Rotation des Pfeiles wird durch Schrägstellung der Federn verursacht. Deshalb ist es einigermaßen vernünftig, den Federn eine Anstellung um 0,5-1,0° zu geben, damit alle Pfeile in der gleichen Richtung rotieren. Das ist bei gerade aufgeklebten Federn nicht ganz so einfach. ...Lach... Ob ein Pfeil 0,8° oder 1,2° Federnanstellung hat, spielt keine Rolle. Aber wenn alle außer zweien oder dreien exaktemente gerade Federn haben, und einer 0,3° der andere -0,1° das könnte schon zum Nachdenken beim Treffbild führen... ;)
Bei pfeilstabilisierten Geschossen haben auch die Leitflächen am Heck eine geringe Anstellung, damit das Geschoß eine geringe Rotation bekommt. Damit sollen sich unvermeidbare Laborierungsungenauigkeiten nicht einseitig auf das Treffbild auswirken. Das ist auch der technische Grund, weshalb bei unseren Pfeilen die Anstellung der Federn eine leichte Rotation erzeugen soll. Das hat nichts, garnichts mit dem stabilen Flug des Geschosses im lufterfüllten Raum zu tun.
Gruß und klar doch,
"Gut Schuß!"
Christian
One of the greatest tragedies in life
is the murder of a beautiful theory
by a gang of brutal facts.
- Benjamin Franklin –
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