Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

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Kitty
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von Kitty » 5. Okt 2018, 09:12

Bei einer LM vor Jahren lag während des Wettkampfs auch mal eine Stramitscheibe auf dem Boden. Ich weiß nicht, was die Bogenschützen gemacht haben. Zum Glück waren keine Pfeile drin und es wurde keiner verletzt. So ein Ding kann also schon mal unter ungünstigen Umständen umkippen.

In der Halle haben unsere Scheiben keinen Neigungswinkel, da wir eine Wand aus Kunststoffscheibenmaterial haben.
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JokerAC
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von JokerAC » 25. Dez 2018, 08:40

Nochmal auf das Problem der brechenden Pfeiler (hinter Insert) zu kommen.

Beim letzten Weihnachts-Turnier hat ein Kollege 3 Pfeile gekillt- auch hinter dem Insert.
(müssten 9,3 mit Klebung sein) - auf Compound 33#
sahen eigentlich robust aus (hoher Spine für 33#) ......Der Witz: Ich neben Ihm hab mit 45# Recurve keinerlei Schäden.
Meine Ausflüge mit wesentlich höheren Kräften (Comp. 70# und Blank Recurve 60#) Schraub+Klebe-Spitzen auf selbe Scheiben- da wird nie auf Ausrichtung geschaut. Eigentlich ist das in all den Jahren nur ihm passiert.

Nur so eine Theorie?
Da ich all meine Spitzen mit inzwischen Lösemittel-freien Kleber (Pattex Sekundenkleber) und Break off immer noch mit Heißkleber befestige, könnte es mit den Lösemitteln zutun haben ( Ethyl-2-Cyanacrylat ?)
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roman
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von roman » 26. Dez 2018, 11:03

Wenn der 9,3mm Pfeil halbwegs zum 33# Bogen gepasst hat, würde ich davon ausgehen, dass er eine extrem geringe Wandstärke hat. Wenn dann noch eine nicht optimale Abstimmung dazu kommt, sodass der Pfeil nicht gerade in die Scheibe einschlägt, ist Bruch ziemlich wahrscheinlich, zumindest auf Stramit.
Bin mir nicht ganz sicher, ob ich den Rest von deinem Post richtig verstehe, aber Ethyl-2-Cyanacrylat ist nicht das Lösungsmittel im Kleber, es ist nicht flüchtig, sondern härtet mit Wasser aus der Luft aus und verklebt dadurch die beiden Teile, normaler Sekundenkleber hat kein Lösungsmittel. Dass der Kleber das CFK vom Pfeil angreift glaube ich nicht, dafür ist die Einwirkzeit durch das schnelle Aushärten zu gering. Oder habe ich dich falsch verstanden und der Kollege hat einen anderen Kleber verwendet?

Viele Grüße und frohe Weihnachten
Roman

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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von roman » 26. Dez 2018, 11:09

Die Qualität der Verklebung hat aber schon Einfluss auf die Haltbarkeit des Schaftes. Wenn die Verklebung bei einem Treffer versagt, wird die Spitze in den Pfeil geschoben. Hier schön dargelegt: http://www.winys-archery.com/TECHNIK01.htm#Klebstoff

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JokerAC
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von JokerAC » 29. Dez 2018, 07:55

@ Roman
Ich bin nicht der Kleber-Spezialist, kenne aber den Klebefix Konstruktion von Würth (der zB auch heiß wird und extrem ausdünstet- Materialien laufen an) und den "Kinder-Sekundenkleber" von Pattex - stinkt nicht (Lösemittelfrei), den ich für Pfeile nehme.

Leider ist der Rest unbekannt, weil der Kollege das Bogen-Set gebraucht gekauft hat (vor 3/4 Jahr), aber erst jetzt sehr viele Pfeilbrüche hat.

Wir stehen auch beim Training immer zusammen an einer Scheibe, aber meine Pfeile halten. (CP und RC)
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von Kitty » 15. Sep 2019, 10:37

Gestern habe ich den Pfeil so aus einer Stramitscheibe (30m-Turnier) gezogen.
Was ist denn hier passiert?
Bild
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von ullr » 15. Sep 2019, 11:39

Kitty hat geschrieben:
15. Sep 2019, 10:37
Gestern habe ich den Pfeil so aus einer Stramitscheibe (30m-Turnier) gezogen.
Was ist denn hier passiert?
Bild
Möglicherweise war in der Stramitscheibe ein Stein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei der Beschaffung wichtig ist, den Händler zu befragen, wo er seine Stramitscheiben herhat. Wir hatten vor Jahren mal eine Lieferung, da waren einige Kieselstein drin. Die letzten Scheiben, die ich beschafft hatte, waren sauber. Die letzte Beschaffung (für die ich nicht verantwortlich war, und ich auch nicht weiß, von welchem Händler sie stammen) hatte scheinbar wieder Steine drin. Aber soweit mir bekannt sind da auch nur Billigpfeile zu Bruch gegangen (Dazu zähle ich auch Fat Boy) die auch nur kurze Klebeflächen der Spitzen hatten. An den neuen Plastikscheiben, die der Verein beschafft hat, krepieren Pfeile ziemlich oft an dem Hartholzgestänge und das "Durchschießen" passiert selbst mit meinem Uraltbogen ziemlich schnell...
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von mbf » 15. Sep 2019, 14:18

... oder es war eine Spitze. Unterm Strich selbes Resultat... schau Dir mal die eigene Pfeilspitze an, ob Dir da was auffällt.

Der Pfeil steckte bis zur Bruchstelle drin oder ist er "frei" so gebrochen?
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von mbf » 15. Sep 2019, 14:22

ullr hat geschrieben:
15. Sep 2019, 11:39
An den neuen Plastikscheiben, die der Verein beschafft hat, krepieren Pfeile ziemlich oft an dem Hartholzgestänge und das "Durchschießen" passiert selbst mit meinem Uraltbogen ziemlich schnell...
Gruß und klar doch,
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Dann habt Ihr keine optimale Ständerkonstruktion. Viele Scheiben sind in der Lage, den Pfeil sicher zu fangen, auch wenn er ein gutes Stück weit drin verschwindet. Hinter der Scheibe sollte kein Holz sein, Rahmenkonstruktionen sind das Mittel der Wahl.
[/OT]
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von Kitty » 15. Sep 2019, 20:05

Den Pfeil habe ich auf einem Turnier getötet. Deshalb weiß ich nichts über das Stramit. Die Compoundschützen hatten dort Arch Well-Scheiben. Alle anderen haben auf Stramit schießen müssen.
Das war der erste Pfeil, den ich in einem Turnier abgeschlachtet habe.
Ich weiß nicht, wie tief der Pfeil drin gesteckt hat. Ich habe ihn nicht selbst gezogen. Da ich dem Stramit generell misstrauisch gegenüber stehe, habe ich nach jeder Passe die Schäfte kontrolliert. Irgendwann habe ich das Ärgernis entdeckt. Ich glaube, dass der Pfeil nicht so tief im Stramit war. Zum einen habe ich die Pfeile nie auffallend tief stecken gesehen und zum anderen habe ich relativ mittig (Gold, Rot) getroffen.
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