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Feldbogenschützen: horizontale Verstellung erforderlich?

Verfasst: 1. Aug 2020, 14:00
von Kitty
ullr hat geschrieben:
31. Jul 2020, 22:01
Ich habe schon öfters geschrieben, das der Walk Back Test keinen Sinn macht. Der Haken bei der Sache ist halt der, dass die Flugbahn eben nicht in einer
senkrechten Ebene liegen muss
[...]
In beiden Fällen sind dann bei weiten Entfernungen leichte Seitenabweichungen des Treffbildes zu erwarten. Aber wozu ist die seitliche Visierverstellung denn da?
Ich würde deshalb gerne einmal in die Runde fragen, ob es hier Bogenschützen gibt, die Feld oder/und 3D schießen und an jeder Station das Visier in der Horizontalen verstellen?? Bei Feldbogen habe ich das noch nicht beobachtet. Habe erst letztes Jahr angefangen ernsthaft Feld zu schießen, also noch nicht so viel Erfahrung. 3D weiß ich nicht. Schieße ich nicht.
Auch bei einer großen FITA kenne ich es nur, dass Bogenschützen das Visier in der Höhe versetzen.
Dass ich seitlich verstellen musste, habe ich bisher nur erlebt, als ich mit ACC geschossen habe, Jahre her, die hinten und vorne einfach nicht mit meinem Bogen wollten.

Re: Feldbogenschützen: horizontale Verstellung erforderlich?

Verfasst: 1. Aug 2020, 21:19
von mbf
Anmerkung: ausgegliedert aus viewtopic.php?f=23&t=335

Re: Feldbogenschützen: horizontale Verstellung erforderlich?

Verfasst: 2. Aug 2020, 13:47
von landbub
Feld & 3D mit Visier schiesse ich nur mit dem Compound. Da gibts von 5 bis 60m nix zu verstellen in der Horizontalen.

Bei Blankbogen, also zielen über die Pfeilspitze habe ich gemerkt, wenn der Sehnenschatten auf der Rückseite des Mittelteils am Fenster liegt, passt alles. Ich hatte mir mal eingebildet, dass ich entspanner stehe & schiesse, wenn der Sehenschatten weiter rechts, am Buttonende ist, durch Verschiebung des Ankers. Da hatte ich dann genau den Effekt. dass ich mit zunehmender Entfernung ein "horizontales Gap" hatte. Ich habs nicht weiter verfolgt, die Vorteile wogen das nicht auf.

Re: Feldbogenschützen: horizontale Verstellung erforderlich?

Verfasst: 4. Aug 2020, 22:20
von oko_wolf
Kitty hat geschrieben:
1. Aug 2020, 14:00
Ich würde deshalb gerne einmal in die Runde fragen, ob es hier Bogenschützen gibt, die Feld oder/und 3D schießen und an jeder Station das Visier in der Horizontalen verstellen?? Bei Feldbogen habe ich das noch nicht beobachtet.
Auch bei einer großen FITA kenne ich es nur, dass Bogenschützen das Visier in der Höhe versetzen.
Ich schieße nicht Feld und kenne daher nur Wettkämpfe wie eine Fita oder eine 900er-Runde. Ich muß normalerweise mein Visier aufgrund der unterschiedlichen Entfernungen nicht horizontal verstellen.

Gelegentlich wird notwendig, da sich aufgrund der mit der Zeit wandernden Sonne die Lichtverhältnissen geändert haben. In Karlsruhe beispielsweise beginnt der Wettkampf morgens gegen 9:00h mit einer Sonneneinstrahlung fast genau von rechts und endet am Nachmittag mit der Sonne von links. Das hat bei mit zur Folge, daß ich stellen muß.
Schieße ich auf dem heimischen Platz in kürzerer Zeit unterschiedliche Entfernungen, muß ich nicht stellen.

Re: Feldbogenschützen: horizontale Verstellung erforderlich?

Verfasst: 5. Aug 2020, 12:11
von Kitty
Ich habe ein wenig gehofft, dass du dich hier melden wirst. Zu dem Thema hast du vor einigen Wochen schon mal einen guten Beitrag geschrieben. Dieser ist hier zu finden: viewtopic.php?f=25&t=306&p=3261#p3261
So, wie dort beschrieben, mache ich es auch und habe es bisher immer geschafft, Seitenversatze zu beseitigen, nur eben dann nicht, als unpassende Pfeile (Easton ACC) nicht passend zu machen waren. In solchen Fällen geht es zum Händler und dann ist gut. Diese unpassenden Pfeile haben auch schlecht gruppiert, nach dem Wechsel 50-70 Ringe mehr auf 70m.

Letztes Jahr bei Feld habe ich nur die Höhe im Visier verstellt. Ich erachte es als absolut unpraktisch bei wechselnder Entfernung horizontale Verstellungen vornehmen zu müssen.
Ein Bogenschütze, seit mehr als 30 Jahren aktiv, sagte mir, dass bei Feldbogen so getunt wird, dass nur in der Höhe verstellt wird. Alles andere ist nicht praktikabel.

Wenn ich lange trainiere und sich dabei die Lichtverhältnisse ändern, dann muss ich auch mal verstellen. Das ist normal.
In der Halle im Winter merke ich es auch, ob ich abends bei künstlichen Licht auf 18m schieße oder sonntagsmittags bei natürlichem Lichteinfall. Ein Compounder hat genau dasselbe beobachtet.

Re: Feldbogenschützen: horizontale Verstellung erforderlich?

Verfasst: 11. Aug 2020, 08:27
von oko_wolf
Kitty hat geschrieben:
5. Aug 2020, 12:11
Ich habe ein wenig gehofft, dass du dich hier melden wirst. Zu dem Thema hast du vor einigen Wochen schon mal einen guten Beitrag geschrieben. ...
Danke
Kitty hat geschrieben:
5. Aug 2020, 12:11
Letztes Jahr bei Feld habe ich nur die Höhe im Visier verstellt. Ich erachte es als absolut unpraktisch bei wechselnder Entfernung horizontale Verstellungen vornehmen zu müssen.
Ein Bogenschütze, seit mehr als 30 Jahren aktiv, sagte mir, dass bei Feldbogen so getunt wird, dass nur in der Höhe verstellt wird. Alles andere ist nicht praktikabel.
Ich schieße selbst kein Feld und kenne auch nur wenige ernsthafte Feldschützen, aber keiner von denen hat in seiner Visiertabelle zu den vertikalen Werten auch entsprechende horizontale Visiermarken. Wie ich schon schrieb, es ist öfters nötig, während einer großen Fita auch die Seite zu verstellen, aber (zumindest bei mir) liegt es an den, über die Zeit veränderten, Lichtverhältnissen.
Kitty hat geschrieben:
5. Aug 2020, 12:11
In der Halle im Winter merke ich es auch, ob ich abends bei künstlichen Licht auf 18m schieße oder sonntagsmittags bei natürlichem Lichteinfall. Ein Compounder hat genau dasselbe beobachtet.
In der Hinsicht bin ich auch recht empfindlich. Es kann mir passieren, daß ich in verschiedenen Hallen mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen sehr deutlich in der Seite stellen muß, während meine Höheneinstellung eigentlich unverändert bleibt.