Spezielle Sehnenwicklung zulässig?

Fragen zu den Regelwerken der einzelnen Bogensportverbände
Antworten
LeCasta
Beiträge: 6
Registriert: 2. Mär 2020, 12:27

Spezielle Sehnenwicklung zulässig?

Beitrag von LeCasta » 24. Feb 2021, 21:39

Bei den aktuellen Lichtverhältnissen auf unserem Schießplatz (tief stehende Sonne von seitlich/hinter der Scheibe)
habe ich Probleme mit der Ausrichtung der Sehne (schwarz) am Visiertunnel (auch schwarz) beim Zielen.
Daher habe ich übelegt, in diesem Bereich für besseren Kontrast eine weiße Wicklung auf die Sehne zu machen
(Länge etwas mehr als Visiertunnelhöhe).

Wäre das nach geltenden Regeln zulässig bei einem Olympic Recurve?
Die Dinge kommen immer so, wie sie sollen.

30#@29", Kinetic Halo 25", Kinetic Galaxy M, Cross X Pegasus 900.

Benutzeravatar
mbf
Beiträge: 263
Registriert: 28. Mai 2018, 08:27

Re: Spezielle Sehnenwicklung zulässig?

Beitrag von mbf » 25. Feb 2021, 07:23

Hm. Worst-case-Szenario: wenn die Enden der Zusatzwicklung im Blickfeld liegen, kann Dir das als zusätzliche Zielhilfe ausgelegt werden - auch wenn der praktische Nutzen einer verschwommenen Markierung direkt vor dem Auge für das Zielen eher gering sein mag. Und was Dein Blickfeld bzw. eine unzulässige Zielhilfe ist, definiert der Kampfrichter. Die Diskussion würde ich vor Ort nicht unbedingt führen wollen.

Nimm 'ne helle Sehne... ;-)

Oder mach die Wicklung deutlich länger, um o.g. Anschein zu entgehen. Aus einem leichtem Material gefertigt, dürfte sie den Bogen nicht beeinflussen. Man kann z.B. einige wenige Stränge Sehnengarn nehmen, Zahnseide o.ä. Durch die Sehne gezogen, müsste man es auch gut sichern können.

Alle Tipps ohne Gewähr...
Grüße, Matthias

Als User schreibe ich schwarz, als Moderator rot.

b_der_k_te
Beiträge: 290
Registriert: 28. Mai 2018, 09:38
Wohnort: Wien

Re: Spezielle Sehnenwicklung zulässig?

Beitrag von b_der_k_te » 25. Feb 2021, 11:00

Ein Gegenvorschlag der bei einem Turnier eigentlich nicht beanstandet werden kann. (Zumindest habe ich das selbst so in Verwendung):
Ich habe jene Seite des Visiertunnels die ich als Schütze sehe, weiß "angemalt". (habe es mit TipEx gemacht, geht aber auch mit den weißen Lackstiften die viele zur Beschriftung ihrer Pfeile haben...)
Der Grund für mich war weil ich oft auf schwarze Dämpfer schieße und z.b. auf 50m und der 80Z Auflage der Tunnel mir zu sehr vor dem Dämpfer "verschwindet". Schwarze Sehne und weißer Tunnel sollte für Dich aber auch funktionieren. Ich denke auch deshalb gibt es weiße Korntunnel zu kaufen.
Falls ich doch mal schnell einen schwarzen Tunnel brauche, drehe ich den Tunnel um 180° und habe eine nicht angemalte Seite vor mir.

Ich denke bei (seitlichem) Gegenlicht wie es bei Dir der Fall ist, ist eine weiße Stelle an der Sehne sowieso keine gute Wahl. Auch wenn Du die abgeschattete Seite sieht, wirkt sie trotzdem optisch wohl deutlich verschwommener und breiter als eine schwarze Sehne.

LeCasta
Beiträge: 6
Registriert: 2. Mär 2020, 12:27

Re: Spezielle Sehnenwicklung zulässig?

Beitrag von LeCasta » 25. Feb 2021, 15:59

Vielen Dank für die Rückmeldungen.

Hatte schon vermutet, dass es damit Probleme bei Wettkämpfen geben könnte. Da ich einen Selbstbau-Visiertunnel einsetze
(DIY eines AXCEL Curve RX Recurve Scope), werde ich wohl mit Kontrast-Ringen in weiß bzw. rot experimentieren.

bG

Christian
Die Dinge kommen immer so, wie sie sollen.

30#@29", Kinetic Halo 25", Kinetic Galaxy M, Cross X Pegasus 900.

Antworten