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Re: Rechts-und Linkshändigkeit, Leitauge

Verfasst: 12. Feb 2019, 11:46
von ullr
bkr_hro hat geschrieben:
11. Feb 2019, 15:30
Ein nie endendes Thema...

Ich bin inzwischen "kurz- bis mittelsichtig", lesen und PC geht auch ohne, aber ab spätestens 1,5 m brauche ich technische Hilfe - sprich Brille.
Ich schieße schon immer mit 2 offenen Augen, hatte nie auch nur andeutungsweise das Problem, dass das linke Auge das Zielen übernehmen wollte.
....
Hallo bkr_hro, mit geht es eigentlich immer um die Frage, wie wird Bogenschießen Anfängern beigebracht? Welche Informationen über Bogenschießen sind "merkwürdig" im guten Sinne des Wortes und welche nicht.
Ein Schütze*in der seinen Stil gefunden hat, relativ gut schießt, keine Probleme mit irgendwelchen Fehlern hat, sollte seinen Stil nur dann ändern, wenn es aus wirklich aus irgendwelchen Gründen nicht mehr anders geht:
Never change a running system.
Das ist gerade wichtig, wenn es um die Konditionierung des inneren Regelkreises beim Visieren mit einer Waffe geht.
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian

Re: Rechts-und Linkshändigkeit, Leitauge

Verfasst: 12. Feb 2019, 11:50
von ullr
Hallo Sk 90, herzlichen Dank für diesen sauguten Beitrag!
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian

Re: Rechts-und Linkshändigkeit, Leitauge

Verfasst: 12. Feb 2019, 12:36
von bkr_hro
Manchmal weiß man Dinge schon über viele Jahre, die möglicherweise "richtigen" Gedanken kommen spät...

Als Rechtshänder:

Beim Gewehr habe ich die Kimme recht dicht und das Korn einiges weiter weg vor dem zielenden , rechten Auge.
Und als Rechtshänder den rechten Zeigefinger am Abzug.
Das Korn vor dem linken Auge - die Haltung ist etwas unbequem..., das merkt man definitiv, kann also nicht unbewusst geschehen.

Kimme und Korn muss ich genau zueinander positionieren - und dann auf das Ziel ausrichten.
Jetzt kommt mal wieder Malen mit Buchstaben: das Ganze möge mit etwas gutem Willen beim Gewehr so aussehen:
(die Mitte des W, oder die Spitze des A "" \ A / ""
Die beiden muss ich also scharf sehen , und kann dann das Korn auch mittig zwischen den beiden seitlichen \ /
"" \ A / "" und nicht "" \ A/ "" oder "" \A /) auf das dann unscharfe Ziel ausrichten.

Ich habe also im Grunde gar keine Chance, mit dem linken Auge via Korn aufs Ziel zu schauen- jedem würde auffallen, dass der Lauf der Waffe (in diesem Zusammenhang ist das Wort Waffe meiner Meinung nach passend) schräg zum Ziel stände.

Beim Bogen sehe ich nur das Visier, bzw den Visiertunnel (was beim Gewehr das Korn ist), der unscharf sichtbare Sehnenschatten (jetzt bitte nicht über dieses Wort streiten), der bei uns das Äquvalent zur Kimme sein mag ist relativ unbedeutend. ,
Und der Pfeil ist auch außerhalb des Sichtfeldes... Man bemerkt also nicht, dass auch der Pfeil (wenn man dann irrtümlich mit dem linken Auge durch den Visiertunnel schaut) seitlich schräg zum Ziel steht.

Deswegen das Problem , dass unbewusst das falsche Auge zielt.

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Zum Thema "was soll man scharf sehen" habe ich mal meinen Optiker befragt - der ist selbst auch Bogenschütze.
Nun ja, er vertritt dieselbe Meinung wie ich.

Re: Rechts-und Linkshändigkeit, Leitauge

Verfasst: 12. Feb 2019, 13:19
von ullr
bkr_hro hat geschrieben:
12. Feb 2019, 12:36
....

Deswegen das Problem , dass unbewusst das falsche Auge zielt.

-------
Zum Thema "was soll man scharf sehen" habe ich mal meinen Optiker befragt - der ist selbst auch Bogenschütze.
Nun ja, er vertritt dieselbe Meinung wie ich.
Ich hoffe, dass ich alles richtig verstanden habe...
Mein Vorschlag: Schieße als Rechtshänder, lass alles so wie es ist, und decke Dein linkes Auge (Dein Leitauge) ab.
Gibt Schwierigkeiten beim Treffer notieren, aber die sind relativ einfach zu lösen...
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian