Trainer nötig oder nicht?

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pfeilindemitte
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Re: Trainer nötig oder nicht?

Beitrag von pfeilindemitte » 30. Apr 2020, 20:19

die Eingangsfrage kann man einfach mit aktuellen Worten :) beantworten: Wenn der Fehler systemrelevant ist, muss er behandelt werden, auch wenn es dauert. Wenn der Fehler nicht systemr. ist, darf man mit dem "Fehler" weiterschießen, was man auf den ganz großen Wettkämpfen beobachten kann.

So gab es schon viele gute Schützen mit geneigtem Kopf, aber wohl kaum welche mit RückenENTspannung oder nur wenige mit Verbleiben der Hand am Kinn, etc. Man kann ohne Trainer die Olympic-Videos sehen bis zum Umfallen und beobachten, wie übrigens auch Lisa empfiehlt, in der Literatur alle Vorgänge theoretisch durchdenken und sodann praktisch durchspielen ( zB http://www.educatium.de/praxis-bogen/ ) , sich von anderen Schützen beobachten lassen oder einem fremden Trainer mit Geld locken, aber ob du dann besser wirst, wird man erst nach der Bearbeitung erfahren.

Es stimmt jedoch, wie schon angedeutet, dass einige mit Fehlern behafteten Schützen nach etlichen Korrekturen zB in einem anderen Verein völlig schräge Ergebnisse haben, dass man denkt, es wäre besser, mit den alten Fehlern weiterzuschießen. Das hörte ich von einem A-Trainer, der nur einmal im Jahr im Heimverein antrat und alles durcheinanderbrachte :D :D .

Also schwieriges Thema, aber Bearbeiten ist immer noch besser als Nichtwissen, warum :lol:

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bkr_hro
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Re: Trainer nötig oder nicht?

Beitrag von bkr_hro » 30. Apr 2020, 23:06

Mal aus einem etwas anderem Blickwinkel:
Wnn das für hier zu weit weg ist: gene ignorieren oder abtrennen ....

Es gibt keinen Schießstil, der für alle Schützen (gleich gut) passt.
Es gibt Dinge, die für alle gelten und die jeder so gut er kann, so gut es sein Körperbau usw zulässt, umsetzen sollte.

Das ist doch nicht anders wie mit der Handschrift - jeder sieht in der Klasse 1 dieselben Vorgaben, und jeder "malt" die Buchstaben anders aufs Papier,
hält den Stift anders in der Hand...

Wenn man als fremder Trainer in einen fremden Verein kommt, sollte man den Holzhammer weit weglegen.
Da geht nur: alles langsam, in kleinen Schritten.

Ich bin ein Gegner sogenannter Trainingslager, wo (teils auch gute) Trainer Sportler , die sie nie vorher gesehen haben, ein Wochenende oder auch eine Woche lang "umstricken" wollen oder sollen.
Das verwirrt diese Sportler meist, und anschließend sind sie wieder zuhause bei ihrem "Heimtrainer", der auch oft nicht versteht (und teils nicht weiß), was die Trainer im Trainingslager gemacht haben - oder es nicht verstehen (oder wiisen) will, weil er sich nicht dreinreden lassen will in "seine" Arbeit.

In unserem kleinen Bundesland gehen ALLE Trainer durch dieselbe Schule, lernen bei derselben A-Trainerin.
Wenn man dann sieht, was bei den Sportlern in den Vereinen so "ankommt"...

Was ich mir in der Richtung Trainingslager wünsche - aber das ist vermutlich zu aufwändig und wird sooo nie was werden:
Beginn am Freitagabend , Ende am Sonntag.
Man "sammelt" die Vereinstrainer (5, oder vllt auch max 10), und ca 5 von denen bringen einen Sportler mit, von dem sie wissen, dass er Fehler macht, wo vielleicht auch der Trainer bei der Abstellung dieser Fehler Hilfe braucht.
Nachden sich alle Trainer nochmal darüber einig sind, dass sie gemeinsam was erreichen wollen, kommen die 5 Sportler zum ersten Mal ins Spiel.
Die stellen sich hin und schießen 12..18 Pfeile - und die Trainer beobachten sie, machen sich Fotos und Notizen. Am Freitag Abend.
Dann haben die Sportler erst mal wieder frei und die Trainer analysieren gemeinsam jeden einzelnen der 5.
Am Freitag Abend und Samstag früh.
Was macht der (falsch),
warum macht er das Falsche - (dafür muss der "Heimtrainer"mit dabei sein ! ),
wie könnte er das falsche korrigieren, ...

Man erstellt einen gemeinsamen Plan pro Sportler und damit kommen die 5 Sportler Samstag vormittag das zweite Mal ins Spiel - man beginnt, mit dem Sportler zusammen die Fehler zu benennen und abzustellen.

Und am Sonntag Mittag stellt man fest, wie weit man gekommen ist und wie es weitergehen soll.


Träumen darf man doch, oder ?
Oder liege ich falsch mit dieser idee ?

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rstoll
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Re: Trainer nötig oder nicht?

Beitrag von rstoll » 1. Mai 2020, 19:57

bkr_hro hat geschrieben:
30. Apr 2020, 20:19
Oder liege ich falsch mit dieser idee ?
Das finde ich sehr gut beschrieben! Ggf. entwickelt sich das noch zu einem eigenen Thread!
Wir hatten einmal eine für mich sehr fruchtbare (richtig geschrieben, kein Buchstabendreher ;-) ) Trainerfortbildung, zum Thema "Fehler erkennen - Fehler beheben". Eine Kernaussage, die ich daraus mitgenommen habe: Bevor ich mich an die Korrektur mache, gilt es erst einmal herauszufinden, welche Gründe es für den Fehler gibt.
Hier ärgere ich regelmäßig Kinder und Erwachsene ;-) www.bsc-schoemberg.de

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