Auszugslänge und Bogenlänge

Fragen, Themen die das System Bogen incl. Anbauteile betreffen
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RCX-100
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von RCX-100 » 20. Sep 2018, 13:37

Hi Kitty,

Thomas hat mit seinen 32+ Auszug ein normales 25" Mittelteil und Shortys drauf - also ein 66"-Bogen - fast nach Tabelle *grins*

;-)

Grüßle Dietmar

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ullr
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von ullr » 20. Sep 2018, 14:19

RCX-100 hat geschrieben:
20. Sep 2018, 13:37
Hi Kitty,

Thomas hat mit seinen 32+ Auszug ein normales 25" Mittelteil und Shortys drauf - also ein 66"-Bogen - fast nach Tabelle *grins*

;-)

Grüßle Dietmar
Hallole,
fast nach Tabelle
- Scherzkeks- :lol:
Die Auslegung ist übrigens genau richtig, langes/normales Mittelteil plus kurze Wurfarme. Da geht der Pfeil ab wie Schmidt's Katze...
Gruß und klar doch,
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Kitty
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von Kitty » 20. Sep 2018, 21:20

Einen kleineren Bogen, das heißt 66", hätte ich damals für mich in Erwägung gezogen, als ich meine ersten ordentlichen Wurfarme gekauft habe, wenn ich Probleme gehabt hätte, auf die 70m zu kommen. Diesewaren aber nicht vorhanden. Nach 10 Monaten Bogenschießen habe ich angefangen auf 70m zu schießen. Das war damals mit einem Einsteigerbogen aus Holz (!!) mit 26# Wurfarme. Mit Metall war ein Schießen auf der Wettkampfdistanz erst recht möglich. Mit meinem heutigen Bogen für die Freiluftsaison kann ich auch auf 90m schießen. Aus Spaß mal ausprobiert. Die Uukha-Wurfarme und die ACE gehen ab wie Schmitz' Katze, auch wenn sie nicht ganz kurz sind.
Ich bin da auch auf ullrs Seite. Wenn das Equipment funktioniert, dann schraube ich nicht daran rum. Ich bevorzuge es, dann zu trainiere um meine Defizite zu minimieren.

Die Richtlinien/Tabellen bezüglich Bogengröße sind alle unterschiedlich. Man muss einfach ausprobieren, denke ich. Wenn ein hohes Zugewicht geschossen wird, dann ist der Aspekt mit der Geschwindigkeit nicht so wichtig. Im Damenbereich ist das relevanter. Ich sehe einige Frauen, die keine 66" Bögen schießen und sich auf den weiten Distanzen abmühen. Da könnte man ihnen schon das Leben leichter machen.
Im alten Forum war eine Dame, die von der Größe und Auszugslänge im unteren Bereich von dem ist, was man bei Erwachsenen Menschen antreffen kann. Die wollte sich damals einen 64" Bogen (olympisch Recurve) zusammen bauen. Es ist bei ihr daran gescheitert, dass sie kaum ganz kurze Armen gefunden hat und so gut wie keine wertigen Mittelteile, die nur 23" lang sind.
Große Auszugslängen und kurze Arme sehe ich sehr selten. Es ist weit verbreitet Leuten abzuraten, kurze Wurfarme zu schießen, wenn sie einen Auszug von mehr als ca. 28" haben.
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mbf
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von mbf » 21. Sep 2018, 06:14

Kitty hat geschrieben:
20. Sep 2018, 21:20
Große Auszugslängen und kurze Arme sehe ich sehr selten. Es ist weit verbreitet Leuten abzuraten, kurze Wurfarme zu schießen, wenn sie einen Auszug von mehr als ca. 28" haben.
Jepp, genau das ist der Ansatzpunkt für mein Hinterfragen der Empfehlungen. Die Physik gibt hier die Richtung vor, wenn man das Zuggewicht klein und die Pfeilgeschwindigkeit hoch halten möchte (letzteres wird sogar in der Fachliteratur explizit aufgeführt), jetzt ist die Frage, was dem entgegenarbeitet. Präzision? Haltbarkeit? Weitere Gründe? Wenn das nicht sauber dargelegt ist, ja, was spricht dann gegen kurze Wurfarme?
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RCX-100
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von RCX-100 » 21. Sep 2018, 07:22

Hallo zusammen,

ist auf jeden Fall sehr interessant. Als ich damals angefangen habe, hatte ich das kurze Griffstück (RCX-17) zusammen mit langen Wurfarmen. Damals wollte ich hinterm Haus einfach nur Bogen schießen - ohne Visier, ohne großen Anspruch. Mein Händler sagte damals auch in Bezug auf eventuell mal ein längeres Griffstück: "Nimm die langen Wurfarme - lieber eine langsame 10, als eine schnelle 7." Ich habe eine Auszugslänge von 26 3/4" am Button.

Gleiches Zuggewicht auf den Fingern bei drei Wurfarmlängen gibt drei verschiedene Abschussgeschwindigkeiten beim rechnerisch gleichen Spine bei der Pfeilauswahl. Der Pfeil wird aber dann ja beim Abschuss unterschiedlich belastet. Wie schauts da mit der Flugstabilität aus? Vielleicht kommt daher der Spruch, dass sich ein längerer Bogen "fehlerverzeihender" schießen lässt, weil der Pfeil nicht so extrem reagiert...?!

Grüße Dietmar

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ullr
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von ullr » 21. Sep 2018, 08:20

Kitty hat geschrieben:
20. Sep 2018, 21:20
... Wenn ein hohes Zugewicht geschossen wird, dann ist der Aspekt mit der Geschwindigkeit nicht so wichtig. Im Damenbereich ist das relevanter. Ich sehe einige Frauen, die keine 66" Bögen schießen und sich auf den weiten Distanzen abmühen. Da könnte man ihnen schon das Leben leichter machen.
Ja. Die Auswahl der Bogenlänge/Ausrüstung wird aber vom veralteten Gewäsch von Trainern und Händlern erschwert. Die ersten, weil sie nicht bereit sind, dazuzulernen, die zweiten, weil auch hier veraltete Ansichten, der dämliche Grundsatz "Wer heilt hat Recht" gilt und die Beratung mit Ziel kürzerer Bogen einen höheren Aufwand und/oder einen größeren Vorrat an Wurfarmen im Geschäft erfordert.
Im alten Forum war eine Dame, die von der Größe und Auszugslänge im unteren Bereich von dem ist, was man bei Erwachsenen Menschen antreffen kann. Die wollte sich damals einen 64" Bogen (olympisch Recurve) zusammen bauen. Es ist bei ihr daran gescheitert, dass sie kaum ganz kurze Armen gefunden hat und so gut wie keine wertigen Mittelteile, die nur 23" lang sind.
Das Mittelteil sollte schon lang sein. Da spielt der Abstand Auge-Kinnunterkante eine Rolle. Wenn diese Frau ein kurzes Gesicht hat (Herzförmig und nicht pferdekopfförmig, bitte den Vergleich nicht wirklich ernst nehmen, ich möchte nur verstanden werden... ;) ) dann kann es passieren, daß sie bei einem wirklich schnellen Pfeil dann Schwierigkeiten mit der Parallaxe kriegt. Dann könnte das Bogenfenster zu kurz sein, dass auf 18m oder sogar auf 30m das Visier nicht mehr gesehen werden kann. Und ja, Händler sind manchmal so blöd, denen fällt das nicht auf.
Große Auszugslängen und kurze Arme sehe ich sehr selten. Es ist weit verbreitet Leuten abzuraten, kurze Wurfarme zu schießen, wenn sie einen Auszug von mehr als ca. 28" haben.
Ja. Gründe in dem Post weiter oben. ;)
Gruß, Guten Morgen, schönes Wochenende und klar doch,
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von ullr » 21. Sep 2018, 08:23

RCX-100 hat geschrieben:
21. Sep 2018, 07:22
....
Gleiches Zuggewicht auf den Fingern bei drei Wurfarmlängen gibt drei verschiedene Abschussgeschwindigkeiten beim rechnerisch gleichen Spine bei der Pfeilauswahl. Der Pfeil wird aber dann ja beim Abschuss unterschiedlich belastet. Wie schauts da mit der Flugstabilität aus? Vielleicht kommt daher der Spruch, dass sich ein längerer Bogen "fehlerverzeihender" schießen lässt, weil der Pfeil nicht so extrem reagiert...?!

Grüße Dietmar
Hallo Dietmar, Du mußt sorgfältig abstimmen. Das ist (eigentlich immer) Bedingung.
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von dreimaldiesechs » 21. Sep 2018, 22:05

Kitty hat geschrieben:
20. Sep 2018, 12:59
Wie lang ist denn dein Bogen insgesamt?
68" - kurze WA auf 27" Mittelteil.

Ich habe die WA aber auch schon auf dem 25" GMX geschossen ohne mir die Finger einzuklemmen :lol:
Gruß! Thomas
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Kitty
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von Kitty » 23. Sep 2018, 07:33

RCX-100 hat geschrieben:
21. Sep 2018, 07:22
Gleiches Zuggewicht auf den Fingern bei drei Wurfarmlängen gibt drei verschiedene Abschussgeschwindigkeiten [...].
Kann da jemand Daten liefern? Wie hoch ist der Geschwindigkeitszuwachs in etwa, wenn man von mittel auf kurz geht usw.?
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mbf
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Re: Auszugslänge und Bogenlänge

Beitrag von mbf » 23. Sep 2018, 08:45

Such mal nach Park Kyung Rae, “What Function is Required for Bow?” Proceedings of the ISBS Conference, July 14-18, 2008, Seoul, Korea.

Da gibts eine Tabelle:
bow weight 1 pound increased about 2 f/s
draw length 1 inch longer about 3 f/s
brace height 1cm lower about 1 f/s
string strands 2 strands less about 1 f/s
bow length 2 inch shorter about 3 f/s
arrow X7(2114) to X10(410) about 6 f/s

Sicherlich als Größenordnung zu sehen, sollte aber eine grobe Orientierung bieten.
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