Pfeil versteifen

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Goldenarrow
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Pfeil versteifen

Beitrag von Goldenarrow » 18. Jan 2020, 07:13

Hallo Leute,

Ich will einen 500er Schaft, auf ca. 450 er Spine umbauen, indem ich im inneren an der Stelle des Pfeils der sich genau zwischen den Knotenpunkten befindet, ein ca. 5cm langen Anschnitt eines anderen, dünneren Schaftes, der genau hineinpasst einklebe.
Denkt ihr das funktioniert, oder könnte der Schaft sogar brechen beim Abschuß durch die ungleichmässigen Spine?
Womöglich hat das ja jemand schon ausprobiert.
LG Goldenarrow

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heisem
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Re: Pfeil versteifen

Beitrag von heisem » 18. Jan 2020, 10:08

Zunächst einmal solltest du alle Möglichkeiten ausreizen, den Pfeil auf klassische Weise steifer zu bekommen: Spitze leichter machen, Zuggewicht reduzieren, Schaft kürzen, je nachdem, was dein System hergibt. Ist das ausgereizt, würde ich keine solche Bastellösung anraten.
Ich habe einmal probiert, Schäfte mit Silikoneinspritzung hinten steifer und schwerer zu bekommen, das hat nicht gut funktioniert. Drei-vier grain Gewichtsunterschied waren schnell erreicht, ohne dass ich das steuern konnte. Hab hinterher alles wieder mühsam rausgepuhlt.
Wenn du preiswerte Schäfte hast, kannst du ohne viel Geld neue kaufen. Hast du teure Schäfte, würde ich sie mir nicht verbasteln, sondern lieber verkaufen und neue ordern.
Gruß, Heiko
Hoyt Prodigy - Border Formula HEX6.5-H/68/36 - Gabriel GUX - Bogenmechaniker Button - SureLoc Contender-X - Skylon Paragon 750/28"/100 - Spidervanes - FF+ 18 Strands - TEC-HRO Bar - Fuse VFR - Custom Weights - Fairweather Tab L

Goldenarrow
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Re: Pfeil versteifen

Beitrag von Goldenarrow » 18. Jan 2020, 20:08

Konservative Lösungen habe ich schon probiert, diese verschlechtern entweder den GPP, machen also den Pfeil langsamer, oder verschlechtern die Flerverzeichlichkeit.Hinten Gewicht zu erhöhen um zu versteifen geht auch kaum, da ich mit dem FOC schon sehr niedrig liege.

Mein Ideal, wäre ein überlanger Pfeil( um den Nullpunkt kurz zu halten), mit extrem niedrigen GPP, der sehr gut gruppiert und bei dem auch der Spine genau passt.

Bei der Lösung mit der Versteifung innen habe ich Bedenken, wegen der plötzlichen Spineänderung über die Länge, was zu Bruch führen könnte. Besser wäre ein verlaufender Übergang, ist aber technisch schwieriger umzusetzen.

LG Goldenarrow

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Kitty
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Re: Pfeil versteifen

Beitrag von Kitty » 20. Mär 2020, 10:22

Goldenarrow hat geschrieben:
18. Jan 2020, 20:08
Konservative Lösungen habe ich schon probiert, diese verschlechtern entweder den GPP, machen also den Pfeil langsamer, oder verschlechtern die Flerverzeichlichkeit.
Bist du hier in den letzten 2 Monaten weiter gekommen?

Was heißt der GPP verschlechtert sich? Meinst du, dass das Gewicht erhöht wird und dadurch der Effekt eintritt, dass die Abschlussgeschwindigkeit reduziert wird?
Wie kannst du feststellen, dass die Fehlerverzeihlichkeit reduziert wird?
MK Alpha RH~Uukha VX1000 ~ca. 35,7# bei ca. 29,5"~BYC8125G 16 Strang~Easton X10 Stabis~TEChro VBar & Klicker~Shibuya Ultima Rest~Beiter Button~SL QuestX~X7 1914 mit 4" Gaspro & ACE 670 mit 2" GasPro soft

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ullr
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Re: Pfeil versteifen

Beitrag von ullr » 20. Mär 2020, 10:53

Kitty hat geschrieben:
20. Mär 2020, 10:22
Goldenarrow hat geschrieben:
18. Jan 2020, 20:08
Konservative Lösungen habe ich schon probiert, diese verschlechtern entweder den GPP, machen also den Pfeil langsamer, oder verschlechtern die Flerverzeichlichkeit.
...
Wie kannst du feststellen, dass die Fehlerverzeihlichkeit reduziert wird?
Das interessiert mich brennend. Gibt es Verfahren (physisch oder psychisch) nach einem Schuss festzustellen, ob der Fehler, sprich der Pfeil steckt nicht da wo er hin sollte bzw wo er erwartet wurde, an dem Bogensystem liegt oder am physiologischen Schußablauf? Wer und wie soll das beurteilt werden? Welche Maßstäbe bzw Referenzen werden benutzt?
Die Grundlage der Betrachtung müßte eine fachmännisch gebaute Schießmaschine sein, Es müßte immer der gleiche Pfeil Pfeil verwendet werden, um Einflüsse der Munition zu soweit wie möglich eliminieren. Der Bogen darf nicht eingespannt sein, sondern muß sich um den Druckpunkt im Schuß frei bewegen können. Das ist jetzt nur der "einfache" mechanische Teil, um zu untersuchen ob irgendwelche Änderungen am Bogen -welcher Art auch immer- Einfluss auf die Trefferlage nehmen. Werden mehrere Pfeile verwendet, muss, ja "muss" eine sorgfältige statistische Untersuchung des Trefferbildes erfolgen. Alles andere ist -Tschulligung- Kaffeesatzleserei.
Sollte untersucht werden, ob ein System "fehlerverzeihlich" auf einen bestimmten Schützen wirkt... Meine Güte... Wie definiert jetzt der Schütze, welche "Regeln" er benutzt um zu "postulieren" dieses System ist für ihn objektiv "fehlerverzeihlich"? Und sollte jemand auf die Idee kommen, das von außen zu untersuchen, dann sollte sich der Betreffende mal etwas damit beschäftigen welcher extrem hohe Aufwand dazu notwendig wäre.
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
ehhh... viel wichtiger
"Bleibt gesund!" :D
Christian
One of the greatest tragedies in life
is the murder of a beautiful theory
by a gang of brutal facts.
- Benjamin Franklin –
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