Schade, ein Guter geht von Bord

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b_der_k_te
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Easton ProComp und Advance

Beitrag von b_der_k_te »

Habe jetzt noch einmal in meiner Liste nachgeschaut. Bzw. die Advance habe ich frisch eingetragen, die hatte ich noch gar nicht in meiner Liste.

Bei den Advance sieht es wirklich so aus als ob sie dem C1 direkt nachfolgen. Die Spinewerte sind exakt gleich geblieben.
Die Daten bei den weichen Spinewerten bis inkl. 1400 wie Gewicht/Inch und Außendurchmesser sind ebenfalls noch ganz gleich.
Ab dann sind die Advance etwas leichter, dafür mit zunehmender Steifigkeit vermehrt dicker. Allerdings nur geringfügig um einen Tausenstel Zoll.

Beim Procomp hatte ich ebenfalls noch die Daten von vor einem Jahr in der Liste. Zu denen hatte ich sogar (offenbar von der Easton Webseite damals abgeschrieben) notiert: "Compatible with ACG and ACE components".
Im Vergleich mit den ACE habe ich mich geirrt. Zumindest ist es verwirrend. Die Daten für die Spinewerte 570-300 - also jene die es - bereits vor einem Jahr gab - passen meiner Meinung nach sehr gut zu den ACE-Werten.
Die jetzt verfügbaren Spinewerte 1150-610 decken sich hingegen exakt mit dem Daten des aufgelassenen ACG. Welch Verwunderung... (immer gut ein Archiv zu haben.)
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Kitty
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Re: Schade, ein Guter geht von Bord

Beitrag von Kitty »

Die Inserts für Schraubspitzen für ACE-Schäfte gibt es auch nicht mehr. Easton hat nur noch Break-Off-Spitzen für ACE.
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ullr
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Re: Schade, ein Guter geht von Bord

Beitrag von ullr »

Kitty hat geschrieben: 3. Aug 2022, 11:59 Die Inserts für Schraubspitzen für ACE-Schäfte gibt es auch nicht mehr. Easton hat nur noch Break-Off-Spitzen für ACE.
ACE und ACG von Easton waren die besten Pfeilsysteme die es gab. Die Break-Off Spitzen sind eindeutig Sch......., denn die Klebeflächen werden zu klein. Bei Fehlschüssen werden die Pfeilschäfte dann zerstört. Insert "L" und die Schraubspitzen waren technisch die ideale Kombination. Die angebotenen Kleber sind auch Sch.... . Der beste Kleber ist der Heißkleber von Pattex. Man muß natürlich damit umgehen können und sofort nach Einführen des Inserts in den Schaft in einem Glas Wasser abschrecken. Sonst geht der Carbonverbund über die Wupper.
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Abow
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preiswerte Pfeilsysteme

Beitrag von Abow »

ullr hat geschrieben: 3. Aug 2022, 18:18 ACE und ACG von Easton waren die besten Pfeilsysteme die es gab.
Da drängt sich die Frage auf:
Was sind jetzt die PREIS-WERTESTEN Pfeilsysteme?
Radian
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Re: Schade, ein Guter geht von Bord

Beitrag von Radian »

Preis Wert für welchen Nutzer?
Wenn Ullr von Fehlschüssen spricht, denke ich an Nutzer, die mit einem Vollcarbonpfeil gut bedient wären- Avance Sport oder ähnliches.
Leistungsorientiert mit dem Recurve auf 70m aus meiner Sicht ProComp oder hochpreisiger ACE, wenn Gewicht eine Rolle spielt.
Ich sehe zunehmend bis zu den Landesmeisterschaften Vollcarbonpfeile (Black Eagle X- Impact) im Recurvebereich, die sind etwas günstiger als der ProComp- ungefähr auf dem Preisniveau des alten ACG. Easton bringt dieses Jahr noch den Superdrive Micro als 4mm Vollcarbonschaft raus, Preis habe ich da noch nicht gesehen, wahrscheinlich auch so im Bereich des ehemaligen ACG. Was ich nicht sagen kann, ist, wie die Toleranzen bei den Vollcarbonschäften über die gesamte Produktion aussehen- diese Daten gibt Dir kein Hersteller. Wir sehen immer nur die Angaben für 12 Pfeile, und da zu Gewicht und Geradheit, im Recurvebereich interessieren mich aber zusätzlich die Spinetoleranzen. Ich schieße im Turnier nur bis knapp über 630 Ringe auf 70 m, also kein Leistungsniveau, nur Hobby. Mir ist es nicht gelungen, bei ACG (übrigens auch ACC) aus einer Serie Unterschiede in der Gruppierung zwischen verschiedenen neuen Sätzen auszuschießen, selten gruppiert mal ein Schaft nicht mit den anderen- ich kann also meinen Wettkampfsatz auch mit einzelnen Schäften wieder "auffüllen", muss nicht immer unbedingt 12 oder 24 neue Schäfte kaufen. Wie da die Vollcarbonschäfte abschneiden, kann ich nicht sagen, aber je mehr Ausschuss- desto eher relativiert sich mit steigender Leistungsfähigkeit des Schützen der Preisvorteil billigerer Schäfte.
Einige unserer Compundschützen schwören mittlerweile auf Skylon Paragon, allerdings oft mit Nocken und Wolframspitzen für den X 10- gegen die Gruppierung und Ringzahlen kann ich nichts einwenden, ob das für Recurve auch gilt (s. oben)?
Ich empfehle Anfängern mit Ambitionen im Wettkampfbereich, die bereits auf 70m schießen, zu Beginn immer Vollcarbonschäfte- dann im Preissegment plus minus um die10 Euro. Später dann gerne Alu- Carbon von Easton- aber erst dann, wenn der Schütze vernünftig in der Lage ist, Material gegeneinander zu testen (Schießform, Methodik und ausreichende Trainingsumfänge, um was statistisch halbwegs auswertbares zu erreichen).So ein Test kann locker drei Monate dauern, wenn ich ein Volumen von 400 Pfeilen pro Woche ansetze- die Unterschiede auf der Scheibe sind meiner Erfahrung nach bei Vergleichen von Vollcarbonschäften mit Alu- Carbonschäften deutlich geringer, als ich sie erwarten würde, wenn ich nur die technischen Daten der Pfeile vergleiche (alle Angaben unterhalb Nationalkaderniveau).Einfach gesagt- Toleranzen werden für mich nur dann interessant, wenn der Schütze mir die auch im Trefferbild zeigen kann, mit ACE die gleichen Gruppen und Ringzahlen zu schießen, wie vorher mit Carbon One- das ist witzlos (und zu teuer).
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Kitty
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Re: Schade, ein Guter geht von Bord

Beitrag von Kitty »

Easton hat sein Sortiment total zusammen gestrichen. Die Spitze für den ACE und den Avance ist die hier. So wie ich das sehe, gibt es dann nur noch eine Spitze, die abgebrochen werden kann. Dann kann man 80-130 Grain erreichen.
Ich habe mir gestern noch schnell irgendwo im Internet Ersatz-Inserts und Spitzen bestellt. Ist echt ärgerlich, wenn die Sachen auslaufen und man dann zwangsläufig neues Material nutzen muss. Siehe auch auslaufende Pfeile (ACC, ACG, Appollo, CarbonOne).

Diesen ProComp-Pfeile habe ich bei den Recurvern noch nicht gesehen. Da schwirren Avance, ACE und X10 herum. Bei der deutschen Meisterschaft beschränkt sich das auf die beiden Letztgenannten. Beim Recurve beobachte ich das schon lange, dass die sich mehr oder weniger auf 2 Schäfte eingeschossen haben.
Im leistungsorientierten Blank- und Compoundbereich sieht man deutlich mehr verschiedene Schäfte.

Fehlschüsse können beim Feldbogen schnell passieren, wenn man sich mit der Entfernung vertut oder bei sehr steilen Schüssen. Das passiert auch erfahrenen Schützen mit Recurve/Compound auf einer DM/LM. Manche Feldbogenparcours sind so gebaut (gar nicht bewusst?), dass Pfeile, die die Zielscheibe nicht treffen, oft verschwunden sind... Scheiben vor Wasser, dichten Gestrüpp, meterhohen Gras.
Für 3D gilt das analog. Ich denke aber, dass die Bogenschützen bei 3D in der Regel keine Pfeile über 15€ pro Schaft schießen.

Ich habe gestern meinen Pfeilvorat aufgefüllt. Abends habe ich die Pfeile neu und alt durcheinander auf 30-70m geschossen. Da war kein Unterschied festzustellen. Bisher habe ich noch nie Gruppierungsänderungen festgestellt, wenn ich Pfeile nachgekauft habe. Natürlich achte ich darauf, dass ich C3-Schäfte kaufe, wenn ich bisher auch nur C3-Schäfte besitze.

630 Ringe auf 70m? Wenn ich die in der Klasse Damen Recurve bei der DM produzieren würde, wäre mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit kein Amateur vor mir. Was habt ihr für Vorstellungen??
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Abow
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Re: Schade, ein Guter geht von Bord

Beitrag von Abow »

Danke Radian für die ausführlichen und hilfreichen Beiträge (auch vom 01.07.2022)!
Die motivieren mich zum erneuten Umstellungsversuch von VAP`s auf vorhandene Easton ACG 660.
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ullr
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Re: preiswerte Pfeilsysteme

Beitrag von ullr »

Abow hat geschrieben: 4. Aug 2022, 07:06
ullr hat geschrieben: 3. Aug 2022, 18:18 ACE und ACG von Easton waren die besten Pfeilsysteme die es gab.
Da drängt sich die Frage auf:
Was sind jetzt die PREIS-WERTESTEN Pfeilsysteme?
Das ist so eine Sache...Man kann die Langzeit-Qualitätskontrolle einer Firma nur mit extrem hohem Aufwand selber überprüfen. Ich ging (ich schieße nicht mehr Bogen) immer von der verwendeten Technologie aus. Und da wird eine Kombination aus Al-Rohr und längs gelegte Corbonfasern, in meinen Augen immer einen höheren Qualitätsstandard erreichen aus reine, gewickelte Carbonpfeile. Aber das Einfachste ist, seinen Satz Wettkampfpfeile ausschießen. 12 Pfeile kaufen und die besten herausschießen. Verfahren sind auf meiner Homepage geschildert.
Grundlagen
praktische Anwendung
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Re: Schade, ein Guter geht von Bord

Beitrag von Abow »

ullr,

nach einem Blick auf deinen letzten Beitrag nun doch:
Die Links auf deine Homepage stehen in keinem erkenn-
baren Zusammenhang mit dem Thread / Zitat. So lässt
sich dieses Forum nicht retten – im Gegenteil.

Gruß Abow
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ullr
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Re: Schade, ein Guter geht von Bord

Beitrag von ullr »

Abow hat geschrieben: 6. Aug 2022, 09:05 ullr,

nach einem Blick auf deinen letzten Beitrag nun doch:
Die Links auf deine Homepage stehen in keinem erkenn-
baren Zusammenhang mit dem Thread / Zitat. So lässt
sich dieses Forum nicht retten – im Gegenteil.

Gruß Abow
Danke für die Kritik. Aber ich verstehe jetzt diesen Post so, dass Du nicht begriffen hast, wie schwierig es ist, die Präzision von Geschossen zu beschreiben. Und das ist schon ein Kriterium um wiederum die Vielfalt der Angebote zu bewerten.
Und bitte schön, was hat das mit der Rettung eines Forums, (welches denn???) zu tun.
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