Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

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test01
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Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von test01 » 5. Aug 2018, 14:32

Ist es sinnvoll mit einem Bogen , z.B. mit 4lbs mehr, gelegentlich zu trainieren?
Ziel soll sein, mehr Ausdauerkraft zu entwickeln, UNTER Beibehaltung den spezifischen Schussaufbaus.
Eben nicht isoliert im Sportstudio mit Hanteln oder an Geräten.

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rstoll
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Re: Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von rstoll » 6. Aug 2018, 07:20

Ich pers. würde da nicht über eine Zugkrafterhöhung gehen (es sei denn diese ist sowieso angestrebt) sondern über die Zahl der Wiederholungen.
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ullr
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Re: Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von ullr » 6. Aug 2018, 07:45

test01 hat geschrieben:
5. Aug 2018, 14:32
Ist es sinnvoll mit einem Bogen , z.B. mit 4lbs mehr, gelegentlich zu trainieren?
Ziel soll sein, mehr Ausdauerkraft zu entwickeln, UNTER Beibehaltung den spezifischen Schussaufbaus.
Eben nicht isoliert im Sportstudio mit Hanteln oder an Geräten.
Nein. Ist es nicht. Bogenschießen ist halt kein KraftAusdauerSport. Die Muskelgruppen, die den Bogen spannen, sind so stark, dass sie spezielles Krafttraining nicht brauchen. Das hier sind Fake News. Fake News zeichnen sich ja dadurch aus, dass sie den Anschein von Richtigkeit erschaffen, um irgendwelche geschäftliche oder ideologische Interessen durchzusetzen. Viel wichtiger ist, die Koordination der verschiedenen Bewegungen solange zu üben, zu trainieren, zu exerzieren, bis ein großer Teil von ihnen (Der wichtigste Teil dürfte in der Zeit zwischen Vorspannung und Brechen des Schusses liegen) automatisch vom Unbewußten erledigt wird. Hinweise dazu hier und hier. Wichtig dürfte es auch sein, nicht willkürlich in diesen Prozeß (z.B den Zielvorgang) einzugreifen. Das geht nur über Üben, Üben,Üben. Zum Üben gehört auch der mentale Teil, der ab einem bestimmten Leistungsstand um Größenordnungen wichtiger als die physiologische Verfassung ist. Eine sehr gute Postsequenz darüber habe ich aus dem alten Bogensportforum gerettet.
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rstoll
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Re: Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von rstoll » 6. Aug 2018, 08:17

@ullr: Ich sehe durchaus einen Bezug zur Krauftausdauer. Dass es hier eines Trainings bedarf (was über die Anzahl Wiederholungen erreicht werden kann) zeigt sich dass die gleiche Arbeit eben 60/72 oder mehr mal wiederholt werden muss und man hierfür schon Kondition aufbauen muss. Einige wenige Male die Kraft aufzubringen ist so gut wir für jeden machbar, aber nach einer gewissen Zahl wiederholungen tritt doch eine "Erschöpfung" ein. Und dagegen kann man antrainieren wie auch immer man das dann nennen will.
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Re: Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von Wali » 6. Aug 2018, 08:51

Ich hab ja keine Ahnung davon, aber wenn du nach Kondition googelst oder Kraftausdauertraining findest du viele Wiederholungen ,kurze Pausen , wenig Gewicht.
In der Kurzfassung : Die Muskeln sollen darauf getrimmt werden mit Laktat und Milchsäure besser klar zu kommen.

Aus Eigenerfahrung kann ich da ein Lied singen. Ist viele Jahre her, da war ich mit meinen Jungs auf dem Sportplatz. Mal eben schnell 1000 m laufen. Tolle Wurst erste Runde losgesprintet und dann ging nichts mehr. Pudding in den Beinen alles tot . Das war dann wohl der Moment der Übersäuerung oder Laktat wie auch immer.

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Kitty
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Re: Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von Kitty » 6. Aug 2018, 08:52

Ein Bogenschütze muss auf jeden in der Lage sein, seinen Bogen auch noch am Ende eines Turniers ordentlich zu beherrschen. Oft sieht man, wie gegen Ende die Streuung sehr stark ansteigt. Das deutet auf zu hohe Zuggewichte hin.

Mir wurde Mal geraten, meinen Bogen zu spannen, 10 Sekunden im Vollauszug zu halten und dann abzusetzen. Das soll dazu dienen, das Zugewicht besser zu beherrschen und den Muskeltremor zu reduzieren.
Was ist davon zu halten?
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ullr
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Re: Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von ullr » 6. Aug 2018, 11:04

rstoll hat geschrieben:
6. Aug 2018, 08:17
@ullr: Ich sehe durchaus einen Bezug zur Krauftausdauer. Dass es hier eines Trainings bedarf (was über die Anzahl Wiederholungen erreicht werden kann) zeigt sich dass die gleiche Arbeit eben 60/72 oder mehr mal wiederholt werden muss und man hierfür schon Kondition aufbauen muss. Einige wenige Male die Kraft aufzubringen ist so gut wir für jeden machbar, aber nach einer gewissen Zahl wiederholungen tritt doch eine "Erschöpfung" ein. Und dagegen kann man antrainieren wie auch immer man das dann nennen will.
Ich habe mal ein Interview von Singer gelesen, Gehirnforschung, Max Planck Institut, da sagt Singer, das Gehirn braucht eine Leistung von 30W. Nur zur Abschätzung, eine Milchmädchenrechnung: Gehen wir mal davon aus, der Schuß braucht 8 Sekunden, und das Gehirn steckt 2/3 seiner Leistung (hohe Konzentration) in den Schuß. Dann verbraucht es eine Energie von 20x8=160Ws, bzw 160 Joule. Was steckt der Schütze körperlich in den Schußaufbau? Genau, mehr oder weniger nur die potenzielle Energie zum Spannen des Bogens, ca 50Nm, entspricht 50 J, entspricht 50Ws. Die Erschöpfung nach einem Turnier ist keine körperliche, sondern eine geistige.
Natürlich geht es hier um ausgebildete Schütze*innen, nicht um Anfänger.
Gruß
ullr
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Re: Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von ullr » 6. Aug 2018, 11:09

Kitty hat geschrieben:
6. Aug 2018, 08:52
...
Mir wurde Mal geraten, meinen Bogen zu spannen, 10 Sekunden im Vollauszug zu halten und dann abzusetzen. Das soll dazu dienen, das Zugewicht besser zu beherrschen und den Muskeltremor zu reduzieren.
Was ist davon zu halten?
Dieser Blödsinn klebt in den Foren wie Hundekacke am Schuh. Der Spruch ist nicht von mir, das Copyright geht auf einen User im untergegangenen BSF zurück.
:lol:
ullr
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Re: Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von b_der_k_te » 6. Aug 2018, 11:58

ullr hat geschrieben:
6. Aug 2018, 11:09
Kitty hat geschrieben:
6. Aug 2018, 08:52
...
Mir wurde Mal geraten, meinen Bogen zu spannen, 10 Sekunden im Vollauszug zu halten und dann abzusetzen. Das soll dazu dienen, das Zugewicht besser zu beherrschen und den Muskeltremor zu reduzieren.
Was ist davon zu halten?
Dieser Blödsinn klebt in den Foren wie Hundekacke am Schuh. Der Spruch ist nicht von mir, das Copyright geht auf einen User im untergegangenen BSF zurück.
:lol:
ullr
VORSICHT, mir scheint da gibt es eine Verwechslung!
Ullr denkt da vielleicht an diese "Prüfung" bei der Anfängern geraten wird den Bogen 30 Sekunden lang im Vollauszug zu halten um zu "prüfen" ob die eingestellte Zugkraft der Wurfarme zur körperlichen Verfassung paßt.

Kitty meint aber wohl etwas anderes, eine mehr oder weniger isometrische Übung (mit dem eigenen Bogen) die aber nicht nur einmalig sondern mit Wiederholungen ausgeführt wird.
Ich kenne dazu zwei Varianten:
  1. 10 Sekunden im Vollauszug halten, dann 30 Sekunden Pause. Etwa 8 Wiederholungen
  2. 20-30 Sekunden halten je nach Trainingsstand, dann aber 60 Sekunden Pause. 8-10 Wiederholungen
Das sind Übungen die nach dem Schießtraining ins Training eingebaut werden können.

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rstoll
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Re: Stärkerer Trainingsbogen sinnvoll ?

Beitrag von rstoll » 6. Aug 2018, 11:59

ullr hat geschrieben:
6. Aug 2018, 11:04
Die Erschöpfung nach einem Turnier ist keine körperliche, sondern eine geistige.
Ich denke hier gibt es ein sowohl als auch! Klar ist - und der Aspekt ist wichtig - dass eben nicht nur die Muskulatur sondern auch in hohem Maße der Denkmuskel belastet wird. Insofern gilt es beides zu trainieren.
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