Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

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ullr
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von ullr » 15. Sep 2019, 21:11

mbf hat geschrieben:
15. Sep 2019, 14:22
ullr hat geschrieben:
15. Sep 2019, 11:39
An den neuen Plastikscheiben, die der Verein beschafft hat, krepieren Pfeile ziemlich oft an dem Hartholzgestänge und das "Durchschießen" passiert selbst mit meinem Uraltbogen ziemlich schnell...
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
[OT]
Dann habt Ihr keine optimale Ständerkonstruktion....
[/OT]
Auch [OT] aber nur kurz:
Das kannste laut sagen: Die Hartholzkanthölzer liegen außerhalb um die Fangplastik herum.
Christian
[/OT]
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b_der_k_te
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von b_der_k_te » 16. Sep 2019, 11:31

Der - so wie es am Bild aussieht - recht lange Längsbruch in Kittys Pfeil ist ja auf Höhe des ACE-Aufdrucks / Logo. Das ist ziemlich weit weg von beiden Enden. Wenn die Spitze auf eine Steinchen oder eine zurückgebliebene Spitze im Stramit aufgeprallt wäre, sieht der Bruch doch meist anders aus und ist eben viel näher an der Spitze, oder?

Kann es sein das dieser Pfeil vielleicht deutlich schief in der Scheibe steckte und ein nachkommender hat genau an der Stelle den Schaft getroffen? Zugegeben, das passiert extremst selten und kann man dann nur unter außerordentliches Pech einordnen.

Da Kitty geschrieben hat sie hätte die Pfeile nicht selbst gezogen, drängt sich die Vermutung auf das da jemand anderer zu grob und unfachmännisch ans Werk gegangen ist und beim ziehen aus der harten Stramitscheibe den Schaft derart beleidigt hat.

Was an dem Bild aber auch noch auffällt ist, daß der Aufdruck dort abgerieben ist. Ein satter Streifen, wie mit dem Lineal gezogen, fehlt. Ganz so als ob der Pfeil da ständig mit jedem Aufziehen/Schuß an etwas vorbeigeschabt wurde. Oder einmal ganz hart (z.B. an etwas metallischem, einer Ständerstraube, Blechtafel o.ä.) und daher der Bruch seinen Ursprung hat.
Kitty, schaue Dir doch dieses Schleifspur genauer an. Am Bild ist es nicht so gut zu sehen, doch es wirkt als ob die Spur beim Bruch anfängt, über den Aufdruck geht und dannach recht abrupt endet. Und zwar eben so in diese Richtung, als ob der Peil an etwas festem vorbeigeschrammt sei und nicht ein nachkommender Pfeil die Spur von hinten nach vorne gezogen hätte.
Falls die Ständer so Dreibeinständer waren und das Stramit in der Mitte schon so weich das die Pfeile weit hineingehen sodaß sie am hinteren, mittig stehenden Bein anschlagen / streifen, dann fängt so eine Schleifspur doch nicht erst in der Mitte des Pfeils an, oder?
Außerdem schrieb Kitty, sie hätte nicht bemerkt das die Pfeile tief im Dämpfer steckten.

Montalaar
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von Montalaar » 16. Sep 2019, 16:48

Ich denke nicht, dass es ein Schafttreffer durch einen anderen Pfeil war. Die habe ich tatsächlich häufiger, vor allem auf 30m mit dem Compound, und die Treffer sehen anders aus. Bei diesem Pfeil ist ja ein ganzer Streifen der äußeren Carbonlage komplett abgerissen.

Ist der Pfeil auch durchgebrochen? Das gibt das Foto nicht eindeutig her, da sieht man nur den fehlenden Streifen zweifellos.

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Kitty
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von Kitty » 17. Sep 2019, 05:57

Die Spitze war absolut unauffällig. Die habe ich mir direkt angeschaut.
Genau richtig gesehen. Am Pfeilschaft ist eine Carbonschicht förmlich abgeschält. Wie das geht, weiß ich nicht so recht.
Der Pfeil ist nicht durchgebrochen, aber angebrochen. Man sieht das Aluminium hinter dem Carbon.
Da waren keine Dreibeinständer.
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von Montalaar » 17. Sep 2019, 08:13

Gesehen habe ich sowas tatsächlich schon häufiger, allerdings bewusst nur bei reinen Carbonschäften. Da lösen sich, je nach Herstellungsprozess des Schaftes (Unidirektional, Bidirektional, ... ? ullr?) dann ganze Streifen hinter der Abbruchkante. Ich habe immer vermutet, dass die Pfeile beim Eintritt anbrechen und dann einzelne hervorstehende Fasern während des weiteren eindringens durch das Scheibenmaterial abgeschält werden. Früher sind mir die Schäfte überwiegend auf diese Art zerlegt, nachdem ich den Schaft gewechselt habe gar nicht mehr.

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ullr
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von ullr » 17. Sep 2019, 08:31

Montalaar hat geschrieben:
17. Sep 2019, 08:13
Gesehen habe ich sowas tatsächlich schon häufiger, allerdings bewusst nur bei reinen Carbonschäften. Da lösen sich, je nach Herstellungsprozess des Schaftes (Unidirektional, Bidirektional, ... ? ullr?) dann ganze Streifen hinter der Abbruchkante....
Hallo Montalaar,
das ist mit das Schwierigste, das es in der Technik gibt: Nach Versagen eines Bauteiles die Leichenautopsie und das exakte Herausfinden des Grundes. ;)
Möglicherweise haben die zerborstenen Pfeile schon vorher aus irgendeinem Grund einen unbemerkten/unbemerkbaren Querriss bekommen, der sich erst nach einer Anzahl von Lastwechseln auswirkte und dann dieses Abschälen bewirkt...
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von Kitty » 29. Feb 2020, 11:55

Hat jemand einmal irgendwo Stramitscheibe mit waagerecht aufgestellten Lamellen gesehen? Normalerweise wird ja immer gesagt, dass sie senkrecht stehen sollen. Manche sagen aber, dass soll eben nicht so sein. Wie ist das bei euch?
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von heisem » 29. Feb 2020, 21:55

Kitty hat geschrieben:
29. Feb 2020, 11:55
Hat jemand einmal irgendwo Stramitscheibe mit waagerecht aufgestellten Lamellen gesehen? Normalerweise wird ja immer gesagt, dass sie senkrecht stehen sollen. Manche sagen aber, dass soll eben nicht so sein. Wie ist das bei euch?
In Salzgitter haben sie beim Hallenturnier vor Jahren die Scheiben mit waagerechten Streifen gestellt. Nachdem mein Mitschütze drei gebrochene ACE hatte, haben wir uns beschwert. Der Wettkampfleiter hatte kein Bewusstsein dafür, dass das problematisch ist. Ich bin da seitdem nicht mehr hin gefahren.
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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von wapi » 1. Mär 2020, 10:43

Kitty hat geschrieben:
29. Feb 2020, 11:55
Hat jemand einmal irgendwo Stramitscheibe mit waagerecht aufgestellten Lamellen gesehen? Normalerweise wird ja immer gesagt, dass sie senkrecht stehen sollen. Manche sagen aber, dass soll eben nicht so sein. Wie ist das bei euch?
Kitty,
ja, habe ich. Stramitscheiben mit waagerecht verlaufenden Lamellen sollten grundsätzlich nicht verwendet werden, weil der Pfeilbruch immens hoch ist. Das liegt daran, dass der Pfeil bei leicht schrägen Aufprall unmittelbar an dem Pappstreifenrand, der die Lamelle beidseitig begrenzt, geknickt wird, weil das gepreßte Stroh an dieser Stelle dem Druck des Pfeilschaftes nach unten oder oben nicht nachgebe kann.
Den Verantwortlichen, die die Sramit Scheiben mit waagerecht verlaufenden Lamellen auf den Ständern herrichten, ist - wie heisem erläutert hat - oftmals nicht bewußt, wie und warum Pfeilbruch entstehen kann. Es gibt aber noch einen anderen Grund, die Scheiben mit senkrecht verlaufenden Lamellen herzurichten. Hier kann sich der Regen und Feuchtigkeit senkrecht verteilen. Bei waagerecht verlaufenden Lamellen ist das nicht der Fall mit denm Ergebnis, dass sich Feuchtigkeit an den Pappstreifen sammelt und dort schnell das Stroh stellenweise verfault.
Gruß

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Re: Pfeilqualität/Pfeilbruch (aus abdriften im Wind... Speed oder Gewicht? herausgelöst)

Beitrag von Kitty » 1. Mär 2020, 21:18

Vielen Dank für die Antworten.
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