Löse-Frage

Hier könnt ihr Fragen loswerden welche ihr keiner spezifischen Kathegorie zuordnen könnt
test01
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Löse-Frage

Beitrag von test01 » 7. Apr 2019, 20:11

Hallo Forum,


ist es richtig, dass die Bewegung der Zughand nach dem Klick nur RESULTIEREND ist, d.h. die vorher aufgebauten Kräfte legen fest,
wohin die Zughand sich nach dem Klick zwingend bewegen muss?
Oder muss der Zugellbogen nach dem Klick trotzdem AKTIV nach hinten (Hand Richtung Ohr) führt werden?

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oko_wolf
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Re: Löse-Frage

Beitrag von oko_wolf » 8. Apr 2019, 14:48

test01 hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:11
ist es richtig, dass die Bewegung der Zughand nach dem Klick nur RESULTIEREND ist,
Ja
test01 hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:11
d.h. die vorher aufgebauten Kräfte legen fest,
Korrekt sind es Drehmomente
test01 hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:11
Oder muss der Zugellbogen nach dem Klick trotzdem AKTIV nach hinten (Hand Richtung Ohr) führt werden?
Nein.
__________
Viele Grüße
Wolf Dieter

test01
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Re: Löse-Frage

Beitrag von test01 » 8. Apr 2019, 17:37

@oko_wolf

DAS habe ich befürchtet... :D
Irgendwie ist diese Bewegung bei mir inkonsistent. Dann muss ich wohl vorher noch eine Baustelle haben...

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heisem
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Re: Löse-Frage

Beitrag von heisem » 8. Apr 2019, 20:43

test01, wenn du mit schlecht abgemischtem englischen Kommentar klarkommst, sei dir diese Reihe empfohlen: https://www.youtube.com/watch?v=8pCejcb6DAI
Target: Hoyt Prodigy - Border HEX6.5-H - Sure-loc Contender-X - Easton Navigator/ACG 710 - AAE EP-16 Vanes - Fuse VFR / 3D: Hoyt GMX - Border HEX6-W - Sureloc Quest-X - Avalon TecOne 800 - Bohning X-Vanes - Doinker Stabies / Titan Scopes

test01
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Re: Löse-Frage

Beitrag von test01 » 9. Apr 2019, 00:18

@heisem

danke Dir, die videos hatte ich mir schon mal zu Gemüte geführt.

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ullr
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Re: Löse-Frage

Beitrag von ullr » 9. Apr 2019, 10:44

heisem hat geschrieben:
8. Apr 2019, 20:43
test01, wenn du mit schlecht abgemischtem englischen Kommentar klarkommst, sei dir diese Reihe empfohlen: https://www.youtube.com/watch?v=8pCejcb6DAI
Hallo heisem, dieses Video kann ich auf keinen Fall empfehlen. Es gibt keinen idealen "Keil" und es gibt kein sog. Kraftdreieck. Alle Kinegramme, die ich untersucht habe sind immer "Vielecke" und keine Dreiecke. Der Autor spielt mit Figuren/Geometrien herum, die in keinster Weise der Wirklichkeit entsprechen. Ganz augenscheinlich ist es, wenn in dem Video die Lage des Kopfes zur Schulterlinie auf lächerliche Art und Weise verschoben wird.
Und ganz brutal gesagt, im Walt Disney Zeichentrickfilm "Merida" sind tausendmal bessere Sequenzen über Bogenschießen zu finden.
Vor Jahren hat ein unbedarfter Trainer C von mir ausgebildete SchützenInnen auf dieses sog. Kraftdreieck umgestellt, (keine Ahnung, wer ihm das beigebracht hat, auf jeden Fall war der Ausbilder dieses Trainers eine komplette Pfeife hinsichtlich der Biomechanik) es war eine Katastrophe.
Das Spannen des Bogens bei unterschiedlichen körperlichen Geometrien
Teil 2
Kraftdreieckmythos I
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ullr
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Re: Löse-Frage

Beitrag von ullr » 9. Apr 2019, 10:49

An oko wolf:
Kurz, trocken und richtig!
:D
Christian
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Re: Löse-Frage

Beitrag von b_der_k_te » 9. Apr 2019, 11:59

Ich würde es trotzdem relativieren und anders umschreiben.
test01 hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:11
ist es richtig, dass die Bewegung der Zughand nach dem Klick nur RESULTIEREND ist,
Ja, ABER man sollte sich nicht in dem Vertrauen darauf in eine Starre begeben und denken es wird schon gut gehen, die Physik macht das schon für mich...
Die Gefahr besteht das man nur mehr zögerlich durch den Klicker zieht, womöglich die Zugbewegung stoppt und im allerschlechtesten Fall mit dem Klick-Geräusch nicht nur die Fingermuskeln entspannt sondern auch die Rückenmuskeln. Das darf auf keinen Fall passieren.
test01 hat geschrieben:
7. Apr 2019, 20:11
Oder muss der Zugellbogen nach dem Klick trotzdem AKTIV nach hinten (Hand Richtung Ohr) führt werden?
Doch, muss er - ob aktiv oder nicht ist irgendwie Interpretationssache.
Die Finger sollen beim Lösen nur entspannt werden, nicht aktiv geöffnet!
Die Rückenmuskulatur muß auch dann noch aktiv bleiben und so gesehen wird der Zugellenbogen - wenn auch nicht bewußt willentlich (was aber helfen kann wenn man daran denkt) - über die Muskelspannung nach hinten geführt/gedreht.
Als Beispiel: https://youtu.be/UwLCcL01Srk achtet nur mal auf den Zugellenbogen.
Das - die Beibehaltung der Rückenspannung nach dem Lösen - verstehe ich als "follow-through" und sehe es als eminent wichtig an.
Die Beschreibung daß die Folgebewegung als inkonsisten empfunden wird, deutet für mich sogar darauf hin das dieser follow-through vernachlässigt wird. Ist dem so und trainiert man sich den korrekten Einsatz an, so kann man feststellen wie "energiegeladen" sich der Abschuß anfühlt und man selbst dann eigentlich keinen Spielraum mehr für Inkonsistenz hat.
(Die deutsche Übersetzung "Nachhalten" wird der eigentlichen Bedeutung nicht gerecht, und wird meiner Meinung nach mißverstanden und falsch weiter gegeben. So wie "Sehnenschatten".)

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ullr
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Re: Löse-Frage

Beitrag von ullr » 9. Apr 2019, 12:49

Zitat von b_der_k_te:
Das - die Beibehaltung der Rückenspannung nach dem Lösen - verstehe ich als "follow-through" und sehe es als eminent wichtig an.
Deshalb nochmal dicke...
Das Schöne ist ja, wenn der Schütze/In selbstbewußt spannt, den Klicker sein Gehirn im Unbewußten als den unumstößlichen Befehl auffasst, die Spannung der Beugemuskeln in der Zughand zu lösen, geht alles super automatisch:
Die Sehne dreht die Fingerglieder zur Seite, die starken Rückenmuskeln (stark aber ein wenig merkbefreit :D ) kriegen das nicht direkt mit und drehen Bogenoberarm und Zugoberarm weiter um die Schultergelenke. Und schon ergibt sich die schöne Bewegung des Lösens: Der Bogenarm dreht sich langsam (aufgrund des höheren Trägheitmomentes - Masse des Bogens weit weg von Drehpunkt) nach links und der Zugoberarm deutlich schneller um sein Schultergelenk nach rechts. Von oben gesehen, Rechtshandschütze/In.
Werden die Drehmomente im Zugellbogen auch frei, kann es zu wunderschönen "Grüß mir den Westerwald!!!" Bewegungen kommen, bleiben sie erhalten wird der Zugunterarm um den Ellbogen an den Körper rangedreht, aber diese Bewegung ist nur noch stilistisch wichtig.
Christian
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Re: Löse-Frage

Beitrag von test01 » 9. Apr 2019, 20:16

b_der_k_te hat geschrieben:
9. Apr 2019, 11:59

Das - die Beibehaltung der Rückenspannung nach dem Lösen - verstehe ich als "follow-through" und sehe es als eminent wichtig an.
Die Beschreibung daß die Folgebewegung als inkonsisten empfunden wird, deutet für mich sogar darauf hin das dieser follow-through vernachlässigt wird.
@b_der_k_te
DAS könnte auch ein Ansatz sein... ! Danke Dir.
Müsste dem Vorgang hier entsprechen....

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