Minimales GPP

Fragen, Themen die das System Bogen incl. Anbauteile betreffen
Goldenarrow
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Minimales GPP

Beitrag von Goldenarrow » 28. Okt 2019, 11:07

Wie hoch muss das minimale GPP für modernste Wiawis Wurfarme sein?
LG Goldenarrow

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ullr
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Re: Minimales GPP

Beitrag von ullr » 28. Okt 2019, 13:52

Goldenarrow hat geschrieben:
28. Okt 2019, 11:07
Wie hoch muss das minimale GPP für modernste Wiawis Wurfarme sein?
LG Goldenarrow
Eine Firma, die für Recurve-Wurfarme eine Mindestmasse des Pfeiles festlegt, baut keine guten Wurfarme.
Just my five cents.
Gruß und klar doch,
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Christian
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heisem
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Re: Minimales GPP

Beitrag von heisem » 28. Okt 2019, 15:13

@Christian: Ich denke, das kann man so nicht stehen lassen. Natürlich sollte ein Wurfarm ein einmaliges Lösen ohne Pfeil quasi schadlos überstehen, aber das regelmäßige Schießen eines Bogens mit (viel) zu geringem Pfeilgewicht bekommt auf Dauer weder dem Mittelstück noch den Wurfarmen gut. Border z. B. hat auf seiner Homepage eine detaillierte Tabelle mit Mindestgewichten bezogen auf Zuggewicht und Auszuglänge (wenn du darauf bestehst: Energie zu Masse).

@Goldenarrow: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Pfeilgewichte beim olympischen Recurve unter ca. 7 ggp den Bogen sehr laut machen. Unterhalb 6 gpp würde ich mir Sorgen um die Haltbarkeit machen. Wobei das alles auch noch von der Qualität der Komponenten abhängt. 7 gpp mit BCY8125 sind etwas anderes als 7 gpp mit Dacron auf demselben Bogen.

LG Heiko
Hoyt Prodigy - Border Formula HEX6.5-H 68/36 - Spigarelli Z/T - Beiter Plunger - Sure-loc Contender-X - Easton ACC 3L-04/750 28" - 120 grn - FF+ 18 Strands - Tec-Hro 5.15 - Fuse VFR - Custom Weights

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ullr
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Re: Minimales GPP

Beitrag von ullr » 28. Okt 2019, 16:03

heisem hat geschrieben:
28. Okt 2019, 15:13
@Christian: Ich denke, das kann man so nicht stehen lassen. Natürlich sollte ein Wurfarm ein einmaliges Lösen ohne Pfeil quasi schadlos überstehen, aber das regelmäßige Schießen eines Bogens mit (viel) zu geringem Pfeilgewicht bekommt auf Dauer weder dem Mittelstück noch den Wurfarmen gut....
Vor vierzig Jahren hat Hoyt einen Versuch veröffentlich, da sind Wurfarme erst nach 5000 Leerschüssen gebrochen. Schon ziemlich lange her, ich habe mir diese Zahl gemerkt, aber ich weiß nicht mehr, wo sie erwähnt wurde. Möglicherweise im "Sehnengebrumm"... ;)
Alle Wurfarme haben nur eine Zeitstandsfestigkeit von ca 20-50000 normalen Schüssen. Das hängt von einer Menge Faktoren ab.
Ich persönlich halte die Angabe -wohlgemerkt für Recurve- für unnötig, Ich habe schon einige Bogen/Pfeilsysteme mit ca 7GPP ausgelegt, und das war immer die absolut leichteste Version. Wollte man die Pfeilmasse noch weiter runtersetzen, muß man zu Overdraw Lösungen greifen und -Tschulligung- so einen Unsinn habe ich noch nicht gesehen... außer bei Weitschußweltrekordversuchen... :D
Ich habe einmal Borderwurfarme untersucht, Das System war ausgelegt auf einen 0,022g [340gr] schweren Pfeil. (730 mm Schaftlänge, Endhaltekraft 36lbs) Da gab es einen GPP von 9,4.
Das System wurde auf einen 0,0172g [265gr] schweren Pfeil optimiert, das ergab einen GPP von 7,3. Und das war das Maximum. Da drunter ging nichts mehr...
Die Geschwindigkeit stieg von 61m/s - wohlgemerkt bei 36lbs Endhaltekraft- bei dem schweren Pfeil auf 65m/s bei dem optimierten.
Mich würde jetzt mal interessieren, welche Werte Border vorschreibt.
Gruß und klar doch,
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heisem
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Re: Minimales GPP

Beitrag von heisem » 28. Okt 2019, 19:56

Die Border-Infos findest du hier: http://borderbows.com/uploads/Bowsetupa ... 3.pdf.html
Die Angaben zum Mindestpfeilgewicht hier: http://www.borderbows.com/uploads/Min%2 ... 202014.pdf
Für meinen Prodigy mit gut 37 lbs steht da ein Mindestpfeilgewicht von 232 grn, das macht 6,27 gpp.
Mit leichten Vollkarbonpfeilen und einem grenzwertig steifen Schaft mit relativ leichter Spitze (80 grn o.ä., F.O.C. bei oder unter 10%) könntest du an oder unter diesen Wert kommen (im traditionellen Bereich soll es Leute geben, die sich möglichst leichte Pfeile rechnen, um weniger hoch anhalten zu müssen).
Border: "Our recommendations are to use arrows at least 10% higher than the minimums stated above. Heavier arrows are more durable, smoother and more stable to shoot and more comfortable for the bow and archer."
Gruß Heiko
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Re: Minimales GPP

Beitrag von cweg » 28. Okt 2019, 20:29

heisem hat geschrieben:
28. Okt 2019, 19:56
.....(im traditionellen Bereich soll es Leute geben, die sich möglichst leichte Pfeile rechnen, um weniger hoch anhalten zu müssen)....
Sinn dieser superleichten Pfeilen mit sehr geringem FOC soll sein, dass der Pfeil eine möglichst flache Flugbahn hat, damit Schätzfehler sich weniger drastisch auswirken.

Für meinen Alpsbow hatte ich mal solche Pfeile gebaut, die lagen bei 6,6gpp. Für instinkives Schießen sehr gut, für Systemschießen total unbrauchbar, da der Nullpunkt bei gut 60m lag. Damit ist sowas wie POA oder Gap definitiv nicht möglich. Davon abgesehen, dass ein Fehlschuss schon häufiger zu Bruch führte.

Meinen Blankbogen schieße ich mit 7,8gpp , Nullpunkt bei 55m, perfekt für 3D und Feldbogen und die Pfeile halten auch mal was aus.

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Re: Minimales GPP

Beitrag von Goldenarrow » 28. Okt 2019, 21:28

Also um ein wenig konkreter zu werden, bisher hab ich mir relativ schweren Pfeilen mit 320 gr geschossen, die neuen haben nur mehr 240gr, damit komme ich auf ca. 5.5 GPP.
LG Goldenarrow

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Re: Minimales GPP

Beitrag von cweg » 28. Okt 2019, 21:38

Und was ist jetzt deine Frage/ dein Problem?

Wenns funktioniert und du damit gut triffst, ist doch alles ok. Falls die WA das nicht abkönnen, gehen sie halt irgendwann evtl. kaputt, aber dann gibt es schon die neuen Nachfolger, den man dann kaufen muss.

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ullr
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Re: Minimales GPP

Beitrag von ullr » 29. Okt 2019, 05:28

heisem hat geschrieben:
28. Okt 2019, 19:56
Die Border-Infos findest du hier: http://borderbows.com/uploads/Bowsetupa ... 3.pdf.html
Die Angaben zum Mindestpfeilgewicht hier: http://www.borderbows.com/uploads/Min%2 ... 202014.pdf
Für meinen Prodigy mit gut 37 lbs steht da ein Mindestpfeilgewicht von 232 grn, das macht 6,27 gpp.
Mit leichten Vollkarbonpfeilen und einem grenzwertig steifen Schaft mit relativ leichter Spitze (80 grn o.ä., F.O.C. bei oder unter 10%) könntest du an oder unter diesen Wert kommen.....
Border: "Our recommendations are to use arrows at least 10% higher than the minimums stated above. Heavier arrows are more durable, smoother and more stable to shoot and more comfortable for the bow and archer."
Gruß Heiko
Guten Morgen und Danke für die Info. OK, mit Vollcarbonschäften beschäftige ich mich nicht. Da habe ich im Verein (Kein Feldbogen, kein 3D) zuviel Pfeilbruch gesehen und da vertraue ich ziemlich fest den Aussagen von Rick McKinney.
Bei Carbon-Al Verbundpfeilen von Easton habe ich noch keine Abstimmung gehabt, bei der der GPP unter 7 lag.
(im traditionellen Bereich soll es Leute geben, die sich möglichst leichte Pfeile rechnen, um weniger hoch anhalten zu müssen)
Lach... Doppellach... Das könnte was für den BS-Bereich sein... :lol:
Bei Gelegenheit rechne ich es mal was es in der Rasanz der Flugbahn ausmacht, ob Du einen GPP Pfeil von 7 oder von 6 auf -sagen wir 40m??? schießt. Oder 70m???
Gruß und klar doch,
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cweg
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Re: Minimales GPP

Beitrag von cweg » 29. Okt 2019, 09:48

Hmm Christian, da machst du mich neugierig. Mich würde tatsächlich die unterschiedliche Rasanz von 10gpp und 6,5gpp Pfeilen interessieren. Und das in der Ebene, bergauf 10°-30° , ebenso bergab 10°-30° und auf eine Entfernung bis 50m.

Das sind so die häufigsten Pfeilkombinationen beim 3D und der Bereich, wo immer die Diskussionen um den leichteren Pfeil mit der flacheren Flugbahn anfangen. Die 10gpp beziehen sich auf den Goldtip Traditional Hunter, als einem der gebräuchlichsten Pfeile im 3D und dem Goldtip Warrior als einem der sehr häufig geschossenen, leichten Sorte.

Gruß
Christoph

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